Das ging doch besser als erwartet

Also das hat ja nicht schlecht geklappt. Wir waren einkaufen und haben den Tag in der Stadt verbracht aber ich war auch nicht überall mit dabei aber dafür bin ich ein langes Stück ganz ohne Hilfe, Begleitung oder Hinsetzen gegangen.

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Die Sache mit den Vitaminen

Nachdem ich in letzter Zeit wieder mehr Besucher habe, bin ich auch etwas motivierter über kleinere Veränderungen zu berichten, was ich hier auch kurz machen möchte.

Im Augenblick befinde ich mich am Ende einer Cortison-Therapie, eine von denen ich bereits mehrere hinter mir hatte. Wenn ich also eine Veränderung auf das Cortison oder die Vitamine schiebe, so weiß ich auch genau von was ich spreche. Ein Thema wäre zum Beispiel die unruhigen Nächte, die zu einem kleinen Teil am Cortison liegen und zu einem größeren Teil doch am Vitamin B3. Cortison üblicher Weise kann man doch irgendwie, irgendwann schlafen. Das Vitamin B3 sollte daher sehr früh genommen werden, da man sonst in Verbindung mit dem Cortison gar nicht mehr schlafen kann. Zumindest jedenfalls ich.

Mein Hauptindikator für die Wirksamkeit eines Vitamins ist wie es der Neurologe ausdrückt die Spasmen. Diese Zipperlein lassen nach oder steigern sich meist direkt bei der Verwendung der Vitamine, jedenfalls lässt eine Wirkung nicht sehr lange auf sich warten. Das Vitamin B6 wirkt hier aber ganz anders und kann nur ganz dezent und meist in irgendeiner Multiple Sklerose typischeren Weise zugeordnet werden. So wird Schwindel und Taubheit verbessert. Zurück zum Vitamin B3 das ich seit kurzem nehme.

Vitamin B3 verhält sich ähnlich wie Vitamin B1 und arbeitet für mich direkt feststellbar gegen die Spastik. Warum ich dann nicht nur bei Vitamin B1 bleibe? Weil das B3 scheinbar wesentlich stärker wirkt. Nun habe ich B1 und Cortison bereits genommen und bin mir sicher, dass es nicht die Wirkung des Cortisons alleine ist aber ich kann auch nicht ausschließen, dass es auch eine Wechselwirkung mit dem Cortison gibt. Jedenfalls werde ich das Vitamin B3 genauer im Auge behalten und darüber auch weiterhin schreiben.

Sonst geht es mir gerade gut, so gut jedenfalls, wie es mit dieser Krankheit gehen kann. Besser wäre es natürlich beschwerdefrei aber für das erste würde es mir auch reichen, wenn es mir wieder so gut wie damals beim Baden gehen würde.

Zum Zauberwürfel gibt es noch zu schreiben, inzwischen bin ich bei einer Zeit von etwa 2 Minuten und für einen kranken Multiple Sklerose kranken Menschen ist das bestimmt schon ein Rekord. Interessant wird es dann sobald ich Zeiten unter einer Minute erreiche aber das kann noch dauern. Eigentlich wollte ich mir bei erreichen der zwei Minuten Grenze einen japanischen Supercube kaufen aber das muss nicht sein, denn es ist mit Formeln oder besserer Verwendung des Cubes mehr möglich, als durch ein wenig bessere Hardware. Wenn ich Zeiten von unter einer Minute erreiche mache ich mir darüber noch einmal Gedanken.

Mit dem Zauberwürfel ist man übrigens in jedem Wartezimmer der Hingucker. Ich wünschte nur, dass ich nicht schon so viele davon gesehen hätte. Zu wieviel Prozent die Verwendung des Cubes mein Gehirn fördert oder stört würde mich auch interessieren. Zu Beginn ist es jedenfalls eher negativ als positiv. Wenn Sie den Würfel auch probieren wollen, lassen sie sich mehr Zeit als ich und machen nichts unter Druck oder auf die Art aber das muss doch jetzt…

Fast ein ganz normaler Tag

Obwohl ich gestern einiges an Stress hatte, blieb unter dem Strich ein ganz normaler Tag über, an dem es mir nicht schlechter ging, als an den vielen anstrengenden Tagen zuvor, seitdem ich die Vitamine nehme.

Es gab aber doch einen kleinen und nicht unerheblichen Unterschied, als ich bei einer Besprechung mit einem Kollegen war, den ich seit etwa 3 Monaten nicht mehr persönlich getroffen hatte, sagte mir dieser, dass ich jetzt ein vollkommen anderer Mensch wäre und alles so erheblich viel besser geworden wäre.

Nachdem ich mit der Krankheit immer zu tun habe und mein direktes Umfeld das natürlich auch hat, fällt es uns nicht direkt so stark wie ihm auf aber das dennoch. Jemanden der mich lange nicht gesehen hatte oder bevor ich mit den Vitaminen angefangen hatte, fällt das natürlich umso mehr auf.

Ich will nicht sagen, dass ich nun von Multiple Sklerose geheilt wurde. Dazu ist es wohl, wenn das denn wirklich geht, noch ein Weg von wahrscheinlich mehreren Jahren notwendig aber meine Lebensumstände verbessern sich stetig und erheblich und für das Erste ist dies doch gar nicht schlecht.

Inwieweit die B Vitamine allerdings kaputte Dinge im Körper wieder herstellen können, das weiß ich nicht, denn es hieß immer was kaputt ist bleibt kaputt aber ich erinnere mich hier an meine erste B1/B6 Spritze, nach der ich wie durch eine Brille gesehen hatte. Oder den Tinitus, der innerhalb von zwei Wochen fast weg war.

Also das alles so bleibt wie es ist, das ist im Augenblick noch nicht verbrieft. Wenn es so bleiben würde wie es ist, dann würde ich mich hier einsperren und mich sehr ungern von meinem Schreibtisch entfernen. Also bin ich mir zumindest sicher das alles verbessert werden kann. In wie weit dies ein permanenter Zustand ist, werde ich hier in den nächsten Monaten klären.

Vielleicht ist das auch nur eine Hilfe zu den anderen Medikamenten, die ich aber im Augenblick bereits seit drei Monaten nicht mehr nehme, ich kann es ihnen nicht sagen aber das sich erheblich was tut, soviel ist ganz sicher.

Geburtstage machen mich fertig

Vor allem machen mich doch Geburtstage fertig – vor allem wenn sie meine eigenen sind. So kam es als ich, seitdem ich also seit einigen Jahren offiziell an Multiple Sklerose erkrankt bin aber das führe ich irgendwann auch noch genauer aus, zu meinem Geburtstag 150 Km weit fahren durfte und in einem Werksverkauf einkaufen durfte.

Haben sie nun gut aufgepasst? Richtig, ich MS-krank, weit fahren, viel Stress und viel laufen und weil das alles, vor allem für mich gar kein Problem darstellt, bin ich sogar dann noch nach Hause gefahren. Sagen wir es einmal so, es gab durchaus schon Tage, an denen ich noch nicht einmal Lust gehabt hätte außer Haus zu gehen und für das war dieser Tag schon ganz gut. Oder nicht?

Etwas geknickt bin ich zwar immer noch aber heute geht es schon wieder besser als nach der Fahrt. Zur Verteidigung meiner Frau muss man dazu noch sagen, sie wollte auch noch die Heimfahrt übernehmen.

Auf dem Heimweg, natürlich auch noch im dunklen, war ich kurzfristig sogar am Limit und hatte einen Doppelblick. Nach Einnahme von 100 mg Vitamin B1 besserte sich dieser jedoch und ich konnte sogar wieder die geforderte Geschwindigkeit fahren. Ohne Vitamin B1 hätte ich irgendwann jemanden gefährdet und dann wäre es doch besser gewesen doch die Plätze zu tauschen und meine Frau fahren zu lassen.

Nachdem ich durchaus vorsichtig gefahren bin, weder mich noch andere gefährdet habe und durch das Vitamin sogar wieder klar sehen konnte, blieb noch über, dass diese Anstrengung wohl doch mehr war, als sich ein Kranker zumuten sollte. Trotzdem ging es und das obwohl ich erneut an die Grenzen gestoßen bin. Auch wenn die Zeit zur Regeneration immer wieder benötigt wird, kann ich doch ein halbwegs normales Leben führen.

Wie die Vitamine bei anderen Kranken wirken weiß ich nicht aber die Diagnose meiner Schwester und mir, sind durch eine große Klinik gesichert und nicht von einem Hausarzt nur geschätzt. Die Vitamine wirken sich auch bei meiner Schwester positiv aus, vielleicht wirken diese auch bei ihnen – ein Versuch wäre es doch wert.

Oh Mann, heute ist Sonntag

Heute fühle ich mich wirklich fast Ok und ich ich bin noch hundemüde aber ich muss trotzdem raus, weil wir heute das Twilight 2 Premiere Special ansehen. Schön ist, dass es mir wirklich gut geht und ich mir keine Gedanken über diese wohl mindestens 6-stündige Veranstaltung mache. Scheinbar ist die Sache mit den Schüben aus den Augen und aus dem Sinn.

Nichts desto Trotz, ich habe gestern noch recherchiert und es trifft mit dieser Krankheit auch viele junge Menschen und das sogar noch viel schlimmer als mich. Wäre schön wenn diese Therapie auch bei anderen helfen würde.

Ich kann nur aus eigener Erfahrung und der meiner Schwester schreiben und bei ihr helfen die Vitamine wie bei mir. Ob diese bei anderen Kranken wirken, kann ich nicht sagen, dazu fehlen mir die Vergleichswerte aber wenn es wirkt, stellt sich bereits nach einigen Monaten eine merkliche Verbesserung ein, die auch für andere sichtbar wird.

Also keine von denen, wie ich fühle mich gut wenn ich Cola Zero trinke und ich fühle mich nicht gut, wenn ich Schweinefleisch esse oder Wein Trinke, sondern eine solche, die man spürt und auf die man angesprochen wird.

Jedenfalls bin ich heute noch müde, da es gestern etwas länger wurde, ob mit oder ohne den Vitaminen. Jetzt nehme ich noch prophylaktisch 100 mg Vitamin B1 und werde die andere Hälfe mitnehmen und werde einfach den Kinotag geniesen. Ohne das ich an eine Verschlechterung oder einen Schub denken werde, obwohl ich es, wer meinen Artikeln folgt, auf einen solchen anlege. Jedenfalls nehme ich seit einiger Zeit wieder aktiver am Leben teil und diese Erfahrung kann ich nur jedem empfehlen. Wie es Visa sagt… einfach unbezahlbar.