Betaferon vs. Vitamine

Eigentlich kann man es gar nicht auf diese Weise formulieren, denn die Vitamine funktionieren nicht ganz alleine und brauchen auch noch ein Multiple Sklerose Medikament aber zu Höchstleistungen läuft, zumindest bei mir, Betaferon erst im Zusammenhang mit den Vitaminen auf.

Das einmal zur Einleitung. Eigentlich wollte ich kurz darauf hinaus, dass meine Gedanken erheblich konkreter, schärfer werden, seitdem ich die Vitamine mit Betaferon kombiniere. Natürlich kann es auch daran liegen, dass ich ein generelles Problemen mit meinem Vitaminspiegel habe und deswegen, es auch nur der Ausgleich der fehlenden Vitamine ist und nicht die Kombination von Betaferon und den Vitaminen. Eine Verbesserung stellt sich aber nach der Aussage von mehreren Ärzten ein und nach den gleichen Ärzten kann es eigentlich auch nicht an den Vitaminen liegen. Wie auch immer – es wird also immer besser.

Um nicht immer wieder von den gleichen Dingen anzufangen, möchte ich auch noch darauf hinaus, ob ich es bereits früher festgestellt habe, dass sich etwas in meinem Leben verändert hat. Ja das habe ich – bereits schon sehr früh. Dazu muss man wissen, dass ich mich sehr lange und sehr präzise zurückerinnern kann.

Bis zum Alter von circa acht Jahren gelang mir alles fast wie von ganz allein und obwohl ich auch die eine oder andere wirklich bescheuerte Sache machte, im Nachhinein betrachtet und in diesem Alter wohl auch ganz normal, war doch alles um es auf den Punkt zu bringen und es war einfach keine große Sache für mich.

Also gewann ich auch bei dem einen oder anderen Preisausschreiben oder eben Gewinnspiel und hatte wie man es eben in diesem Alter meistens hat, auch eine Menge Spaß in meinem Leben. Wie gesagt, bis ich in etwa acht Jahre alt war und dann passierten bereits die ersten seltsamen Dinge und mein Leben war nicht mehr so unbeschwert und vor allem nicht mehr einfach. Festgestellt habe ich das übrigens zuerst an mir selbst. Bis dort war ich wohl ein Glückskind aber dann verließ mich wohl mein Glück langsam.

Bis zu meinem zehnten Geburtstag war mein Vater schließlich krank. Er hatte eine ganz seltsame und fast noch unbekannte Krankheit und durfte bereits in Rente gehen. Zur Argwohn vieler bekannter und auch der meiner Lehrer – wie ich das damals bereits heraushören konnte.

Das mein Vater in der Rente war, das war zu Beginn sogar noch lustig und wir vergnügten uns, wenn wir die Zeit dazu hatten, mit den ersten Videospielen. Dann zogen wir in eine behinderten gerechte Wohnung um und auch wenn ich diesen Zusammenhang wenigstens damals noch nicht richtig verstand, sobald wir umgezogen sind, war meine Glückssträhne definitiv zu Ende.

In meiner neuen Schule wurde mein Leben dann auch nicht einfacher, neue Mitschüler, neue Lehrer und noch mehr Unverständnis dafür, dass mein Vater bereits in Rente war und nicht mehr arbeite. Er war eben ein fauler Sack, der in einer viel zu großen Wohnung mit seiner Familie abhing, während alle anderen schwer für ihr Geld arbeiten mussten aber auch ihm wäre es wohl lieber gewesen, wenn er nicht an Multipler Sklerose erkrankt gewesen wäre.

Meine “Glückssträhne” setzte sich übrigens auch in meiner Ausbildung fort, in der ich Formulare im Betrieb ausfüllen lassen musste, in denen das Sozialamt feststellen konnte ob wir auch wohnberechtigt für eine staatlich geförderte behindertengerechte Wohnung waren. Das interessierte aber im Nachhinein keinen, vor allem war es wichtig, dass das Sozialamt diese Anfrage in meinen Betrieb gestellt hatte und schon gab es ein erneutes Gewitter im Paradies oder dem was davon noch übrig war. Wir waren eben alle faule Säcke. Hätte es damals schon Serien wie Dr. House gegeben, hätte man vielleicht auch verstanden warum. Die Waltons, Max Headroom, unsere kleine Farm und später McGuyver beschäftigten sich aber nur mit den wichtigen Themen im Leben. Also – gute Nacht Johnboy… Mein Leben ist bereits lange von dieser Krankheit geprägt worden aber vielleicht habe ich diese Krankheit nur schon lange Zeit zuvor gehabt und vielleicht hat mich auch damals bereits mein Glück verlassen.

Wie auch immer – inzwischen gibt es wieder Hoffnung und inzwischen kennen auch die Menschen sogar diese Krankheit. Wahrscheinlich kann ich auch ein “relativ” normales Leben führen und vielleicht sogar wieder gesund werden und vielleicht kommt sogar mein Glück wieder zurück. Ich habe übrigens eine ganz liebe Frau und das ist wohl mein größtes Glück – wer weiß – vielleicht wendet sich gerade wieder das Blatt und mein Glück kommt sogar dann wieder zurück.

Mein privater Blog

Ich wollte mich hier in die Reihe der Blogschreiber einreihen, da ich denke, ich habe das eine oder andere interessante zu sagen.

Hier werde ich über mich, natürlich meine Krankheit, alternative Therapien, wie es mir geht und noch vieles andere schreiben. Vor allem, dass es immer eine Weg gibt auch wenn dieser nicht immer klar erkennbar ist aber das wird man dann noch sehen. Ich kann mich sehr lange zurück erinnern und deswegen kann es auch sein, dass ich manchmal sehr weit ausholen werde aber lassen Sie sich doch einfach überraschen.

Da ich in anderen Publikationen immer sehr viel Text verfasse, möchte ich mich in meinem Blog kurz halten und mich auf die wesentlichen Dinge beschränken, es wurde für den Anfang doch auch schon alles wesentliche gesagt. Finden Sie nicht?