Wie ich meine MS-Diagnose bekam

In einem Karibik Urlaub wurden meine Rückenbeschwerden immer schlimmer, bis ich mich schließlich dazu entschlossen habe, wieder zurück in der Heimat, solange zu einem Arzt zu konsultieren, bis ich meine Beschwerden wieder im Griff hätte.

Ich war beim Hausarzt, der mir auch immer wieder versicherte, dass ich nicht das hätte was meine Schwester oder mein Vater zuvor hatten, dass es bei mir ganz anders wäre und es mir so gut ginge das Multiple Sklerose nicht in Frage käme. Ich wurde schließlich zum Orthopäden geschickt, um mich wegen meiner Knieprobleme untersuchen zu lassen.

Der Orthopäde fand schließlich heraus, dass es sich um das Plica-Syndrom handeln müsse und empfahl mir beide Knie operieren zu lassen, was ich schließlich auch tat. Nach der Operation des ersten Knies ging es mir auch bald viel besser und ich konnte sogar wieder schneller laufen beziehungsweise auch kurzzeitig sprinten.

In der Vermutung das es mit der Operation des zweiten Knies noch besser werden müsste, lies ich mich auch noch am zweiten Operieren aber richtig besser wurde das Knie nicht, nur eine sehr langwierige Geschichte. Viele Arztbesuche später, unter anderem beim Orthopäden, war ich dann schließlich frustriert und war nach unserem Umzug, an dem ich schon nicht mehr mithelfen konnte, in unserer neuen Wohnung.

Nachdem ich dort von zu Hause arbeitete viel es mir zuerst gar nicht auf, dass sich meine Beweglichkeit immer mehr einschränkte und ich teilweise mich an der Einrichtung festhalten musste. Irgendwann sprachen meine Freunde mit mir über diesen Zustand und trotz dem ganzen Frust hatte ich mich dann dazu entschlossen wieder zum… Orthopäden zu gehen, denn mit diesem fingen die ganzen Probleme auch an.

Als ich schließlich zum Orthopäden ging machte der nur kurz einige Röntgenaufnahmen und besprach diese mit mir, kurz um meinte er schließlich, in meinem Rücken ist kein Problem was meinen Zustand erklären könnte und schickte mich direkt über die Straße zum Neurologen.

Bingo! Dachte ich mir, als er mir das sagte aber es besteht auch noch die Chance, dass es etwas anderes ist und nicht das, was ich mein ganzes Leben schon kannte. Zuerst machte mir der Neurologe mit weit her geholten schrecklichen Prognosen Angst, um mich auf das seiner Meinung nach weit weniger schlimme Übel vorzubereiten. Nach unzähligen und auch unangenehmen Untersuchungen stellte der Neurologe dann aber auch klar fest, dass es nichts anderes als die Multiple Sklerose war. Das war aber auch klar nachdem mich der Orthopäde weiter geschickt hat.

So kam es also, dass ich mindestens der dritte in einer Familie war der diese Krankheit hat(te?), obwohl diese eigentlich nicht erblich ist. Inzwischen bin ich mir aber auch nicht mehr sicher das dieses Krankheitsbild nicht ein Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen ist oder auf einer Kombination von beidem beruht. Vielleicht habe ich auch eine Multiple Sklerose und einen Mangel was insgesamt dann meinen Zustand führt oder sollte ich vielleicht schon jetzt sagen führte?

Auch wenn die Hoffnung bekanntlich zu letzt stirbt, gibt es bestimmte Symptome die sich drastisch verbessert haben und die haben sich nicht nach Cortison oder Betaferon so drastisch verändert. Wer weiß, vielleicht möchte ich das auch nur für mich festhalten damit ich es lesen kann wenn es drastisch schlechter oder besser wurde und vielleicht liest das auch ein anderer Kranker dem ich vielleicht dadurch wieder Hoffnung oder sogar eine Therapie bieten kann.

Jedenfalls kam ich so zu meiner Diagnose und wahrscheinlich geht es vielen anderen Kranken so aber man kann sogar mit der Krankheit und sogar mit mit Betaferon in den Urlaub fliegen, denn ich war auch später noch in der Karibik. Damals konnte ich durch die eingeschränkte Motorik nur kurze Strecken gehen und keine größere Anstrengung bewältigen und ich hatte Betaferon dabei und es ging trotzdem. Inzwischen ist es deutlich besser geworden und am Grund dafür forsche ich gerade.

Mein privater Blog

Ich wollte mich hier in die Reihe der Blogschreiber einreihen, da ich denke, ich habe das eine oder andere interessante zu sagen.

Hier werde ich über mich, natürlich meine Krankheit, alternative Therapien, wie es mir geht und noch vieles andere schreiben. Vor allem, dass es immer eine Weg gibt auch wenn dieser nicht immer klar erkennbar ist aber das wird man dann noch sehen. Ich kann mich sehr lange zurück erinnern und deswegen kann es auch sein, dass ich manchmal sehr weit ausholen werde aber lassen Sie sich doch einfach überraschen.

Da ich in anderen Publikationen immer sehr viel Text verfasse, möchte ich mich in meinem Blog kurz halten und mich auf die wesentlichen Dinge beschränken, es wurde für den Anfang doch auch schon alles wesentliche gesagt. Finden Sie nicht?