Hashimoto oder was mir Dr. House alles gesagt hat

Wie ich bereits geschrieben habe, war ich bei uns bei einem Spezialisten. Nach meiner Hausärztin solle auch der beste Arzt für Diagnostik in der Umgebung sein. Wenn ich Dr. House sage ist das nur ein Synonym dafür.

Also habe ich einen Termin gemacht, der gar nicht so einfach zu bekommen war und habe mich wieder einmal untersuchen lassen. Natürlich wieder einmal mit Blutentnahme oder was denken Sie denn? Jedenfalls hatte ich Ärzte untypisch ein relativ langes Gespräch mit dem Arzt. Dieser hörte aufmerksam zu, stellte viele Fragen malte sogar Skizzen von meinem Stammbaum und der näheren Verwandtschaft. Als ich dann schließlich soweit war, dass sich die Praxis wieder verlassen konnte, meinte er zu mir, es wäre gut möglich, dass ich bis jetzt gar nicht richtig diagnostiziert wäre und ich im Prinzip möglicherweise gar keine Multiple Sklerose hätte.

Was soll ich zu dieser Nachricht sagen? Inzwischen habe ich so oft gehört, dass sich nur Multiple Sklerose hätte oder dass ich Multiple Sklerose und Hashimoto hätte, dass ich es inzwischen fast nicht akzeptieren kann, wenn mir jemand sagt, dass ich nur Hashimoto hätte. Selbst dann nicht, wenn er hier im Umkreis als Dr. House gilt.

Behandelt werde ich inzwischen mit Hormonen für die Schilddrüse und meine Frau, sogar meine Mutter sind der Meinung, dass es wohl Hashimoto wäre und sich jetzt eine erste Besserung einstellen würde. Vielleicht liegt es daran, dass ich bisher eine Gehirnwäsche bekommen habe und jeder den ich als medizinische Autorität anerkannt habe, mir bis jetzt gesagt hat, dass ich Multiple Sklerose hätte aber wegen einem vielleicht kann ich noch nicht mein Gefühl oder meine Einstellung zu dem ganzen ändern.

Jedenfalls macht alles zusammengefasst erst auf diese Weise Sinn. Es sind zu viele Details, so viele verschiedene Medikamente, Vitamine und Umstände, die sich positiv auf mein Zustand auswirken, dass ich von vielen schon nicht mehr ernst genommen wurde. Meine Frau war allerdings bei Dr. House dabei und diese bestätigte 99,9 % meiner Vermutungen und jedes Vitamin dass ich zu mir genommen habe, hat auch auf irgend eine Weise eine Auswirkung auf meine Schilddrüse. Nachdem ich mich noch nicht von dem Gedanken trennen kann, dass ich Multiple Sklerose habe, würde ich die Symptomverteilung auf 80 zu 20 % zu Gunsten von Hashimoto nehmen. Vielleicht wäre es auch nie aufgefallen, wenn ich kein Hashimoto bekommen hätte aber so habe ich Hashimoto und vielleicht eine Multiple Sklerose.

Dr. House wird allerdings alle Unterlagen durchgehen und die Diagnose des Krankenhauses noch einmal überprüfen und so kann ich am Ende dann sicher sein, dass wenn er mir sagt, es ist wirklich keine Multiple Sklerose, dass er damit auch recht hat. Was ich dann machen werde weiß ich noch nicht. Eigentlich müsste man das Krankenhaus verklagen, damit bei der nächsten Diagnose genauer hinsehen. Denn nur wenn es weh tut setzt auch ein Lernprozess ein.

Nachdem alles etwas länger dauert, einige Unterlagen an die Uniklinik geschickt werden und wahrscheinlich auch wieder zurück, meine bisherigen Diagnosen durchgesehen werden, wird es noch bis zum 2. März 2011 dauern, bis ich dann auch näheres weiß. Es wäre wirklich schön, wenn es nur Hashimoto wäre aber selbst mit einer Hashimoto und Multiple Sklerose wäre, könne man damit leben, wenn beides richtig behandelt wird. Was für die Diagnose Hashimoto sprechen würde ist der Umstand, das seit meiner Behandlung gegen Hashimoto eine stetige Verbesserung einsetzt hat. Sind sie auch gespannt was die Diagnose bringen wird? Vielleicht ist es auch nur Multiple Sklerose und diese Krankheit ist aber eine Schilddrüsenerkrankung?

2. Tag nach dem Hashimoto Test

Heute ist also bereits der zweite Tag nach dem Test und ich muss sagen, langsam arbeitet meine Schilddrüse wieder normal, beziehungsweise so schlecht wie ich sie kenne.

Allerdings muss ich auch sagen, ich verspüre an meinem Körper immer noch diverse Nebenwirkungen vom Schilddrüsen Medikament. Meine sensorischen und kognitiven Fähigkeiten sind um einiges besser geworden als im Normalfall und deswegen tippe ich auch darauf, dass es wenn auch es kein Hashimoto ist, trotzdem mit der Schilddrüse zu tun haben muss.

Nun ist natürlich nicht vollständig geklärt, ob es nicht an multipler Sklerose und Hashimoto liegt oder die Symptome von Hashimoto nur falsch interpretiert wurden. Die nächste Zeit wird in jedem Fall diesbezüglich sehr spannend für mich werden. Wenn es allerdings nur an der Schilddrüse liegen sollte, dann könnt ihr wirklich sicher sein, dass sich mindestens eine Kerze spenden werde und den Jakobsweg gehe, wenn sich das nur irgendwie einrichten lässt! Aber nur die kurze Strecke, das reicht schon…

Was zum Teufel ist Kryptopyrrolurie?

Als ich gestern einen Kommentar auf meiner Seite erhalten habe, so habe ich mich doch zuerst einmal über den Kommentar an sich gefreut. Entgegen einer anderen Projekte hatten sich auf dieser Seite die Kommentarschreiber doch eher zurück.

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Vitamin B Erklärung englisch

B-Vitamine und Multiple Sklerose

Nun interessiert das bestimmt jeden, der hier ab und an mal auf diese Seite kommt. Deswegen erkläre ich es heute kurz, denn diese Frage werden sich die Meisten Leser meines Blogs stellen.

Als ich meine Diagnose bekam, suchte ich zu Anfang nach einer alternativen Therapie. Wie es mein Neurologe aber sagte, es war nur der Zeitpunkt am dem die Ärzte diese Krankheit bei mir festgestellt haben. Multiple Sklerose muss ich aber schon viele Jahre zuvor gehabt haben und irgendwie hab ich es trotzdem geschafft mich durchs Leben zu schlängeln.

Fairerweise muss ich auch sagen, damals ohne die Vitamine war auch Betaferon noch das Beste was ich machen konnte und es ging mir tatsächlich zu Anfang auch ein Stück besser, so dass ich wieder etwas mehr Leben in mir hatte. Wenn ich das allerdings mit den B-Vitaminen vergleiche, war die erste erhebliche Verbesserung nur ein Teil von dem, was ich augenblicklich mit den B-Vitaminen spüre.

Nun wieder zurück zur Entdeckung, ganz am Anfang meiner offiziellen Krankheit, also in den Jahren 2006 – 2007, war ich natürlich wie jeder neu erkrankte, auf jede alternative Behandlung neugierig. Also stöberte ich auf amerikanischen Webseiten nach der Krankheit und fand schließlich heraus, dass Multiple Sklerose dort experimentell mit Vitamin B12 behandelt wird.

Nach den ersten positiven Ergebnissen mit Betaferon, verfrachtete ich alles weit in meinen Hinterkopf und dachte einige Jahre nicht mehr darüber nach. Einige Jahre und einige Schübe später sollte ich allerdings wieder daran erinnert werden, denn meine Schwester suchte nach einer Alternative und wollte Vitamin B12 ausprobieren.

Sie ging also in die Apotheke und kaufte sich von Hevert den Vitamin B-Komplex forte, weil in diesem konzentriertes Vitamin B12 ist. Nach den ersten Tagen rief sie mich dann an und sagte es wirkt und mit den vielen Mikroverbesserungen, die ich mit dieser Krankheit schon erlebt hatte war ich sehr vorsichtig, denn ein Medikament mit mehr oder weniger erfolgreicher Behandlung und die vielen kleinen Helferlein von Cola Zero bis Magnesium-Calcium von Kneip, sollten alles so gut wie es nur möglich im Lot halten.

Ich ging also in die Apotheke und kaufte mir den gleichen Vitamin Cocktail wie zuvor meine Schwester gekauft hatte und stellte nach einigen Tagen fest, es wirkt wirklich aber wie und warum wirkte es? Ich wollte das von Anfang an genauer wissen und nachdem ich zu dieser Zeit noch glaubte, dass es das Vitamin B12 alleine wäre, kaufte ich mir das hoch dosiert im Versandhandel. Hierzu muss ich sagen, eine Apotheke ist nicht teurer und die Medikamente von Hevert sind vertrauenswürdiger als die Mogelpackungen bei eBay oder Amazon.

Jedenfalls habe ich mir die doppelte Dosis von Vitamin B12, also 1000 Mikrogramm bestellt. Nachdem ich ca. 2 Wochen nur Vitamin B12 genommen hatte, waren alle positiven Wirkungen verflogen und es ging mir eigentlich wieder schlecht, bis zu dem Punkt, an dem ich wieder anfing, den Komplex zu nehmen. Dieses Ergebnis weckte in mir die Idee, diesen Umstand genauer zu erforschen und um es ausschließen zu können, wollte ich mit dem Vitamin B1 beginnen.

Bei meiner Recherche zum Vitamin B1 habe ich allerdings entdeckt, dass es eine Krankheit gibt, die sehr verwandt mit der Multiple Sklerose ist und ich habe mich dann dazu entschlossen auch in dieser Richtung zu forschen. Nachdem bereits mein Vater wie ein Beri-Beri-Kranker aussah, wollte ich es genauer wissen und fing an, mehrmals am Tag 200 mg Vitamin B1 (circa 3 Mal Morgens-Mittags-Abends) einzunehmen und ein Großteil der Beschwerden verbesserte sich erneut, wenn auch nicht alle.
Also musste im Vitamin B Komplex auch noch ein anderes wirksames Vitamin sein. Die Vitamine B6+B12 wirken aber nur teilweise. Hier bitte in den Menüpunkt Dosierungen sehen.

Auch wenn heute Krankheiten wie Beri-Beri ausgestorben sein sollen, muss Multiple Sklerose in diesen Krankheitskreis gehören oder vielleicht sogar das Gleiche sein und durch eine Behandlung in diese Richtung sollte zumindest einen kleinen Erfolg zeigen. Natürlich kann ich nicht sagen, ob sich das bei jeder MS so verhält aber bevor man gar nichts macht, könnte man auch eine solche Therapie versuchen. Man kann auch weiterhin Betaferon spritzen, vielleicht wirken beide Therapien sogar zusammen am Besten aber soweit bin ich mit meinen Selbstversuchen noch lange nicht.