Meine Meldung von der Hashimoto-Front

So gerne ich das jetzt auch diktiert hätte aber mein Programm und das Headset spielten irgendwie gar nicht mit, also muss ich es auf die herkömmliche Tour in mein Notebook klimpern.

Also auf den Punkt gebracht, mir ging es in der Zeit, wo ich mich nicht gemeldet habe nicht schlechter, sondern besser, um es genau zu formulieren, viel, viel besser. So gut, dass ich wieder sehr anspruchsvoll als Informatiker arbeite und genau aus diesem Punkt auch viel zu wenig Zeit zum schreiben habe, obwohl es eigentlich so viel zu schreiben gab.

Die wichtigste Frage, ist es nun Multiple Sklerose oder Hashimoto? Na das weiß ich doch nicht, wenn es meine Ärzte nicht wissen, woher soll ich es dann wissen? Vielleicht ist es ja einer dieser seltenen Hashimoto-Ableger. Hashimoto-Encephalitis oder es ist eine bisher unbekannte Form von Hashimoto. Ja da haben sie jetzt ganz richtig gehört. Aber ich habe doch die ganzen Untersuchungen zur Feststellung der Multiplen Sklerose gemacht… oder? Genau und ich unterstelle hiermit, das Multiple Sklerose eine Form von Hashimoto ist, möglicherweise eine noch unbekannte Form.

Inzwischen habe ich ein Atest von meiner Hausärztin, das besagt, dass ich Hashimoto habe und gegen Hashimoto behandelt werde und mein Neurologe ist sich nicht sicher was er von mir halten soll. Er räumt zwar Hashimoto ein aber nicht die bei mir zu sehenden Verbesserungen. Prima oder? Im September hab ich dann einen Termin beim Schilddrüsen Spezialisten, der mir gesagt hat, Hashimoto kann es nicht sein. Dazu kann ich nur sagen, das ist mir egal. Entweder kommt er damit klar, dass es hilft oder ich geh zu einem richtigen Spezialisten. Wenigstens erzählt mir der Neurologe nichts mehr von Placebo-Effekten, ist wohl doch zu offensichtlich.

Ganz von seiner Diagnose möchte er sich trotzdem nicht trennen, weil er noch glaubt, dass er im Recht ist. Wer weiß, vielleicht hat er auch Recht, auch wenn er inzwischen von einer stärkeren MS zu einer schwachen MS gewechselt ist. Schön das meine Hausärztin die Befunde mit mir durchspricht.

Nachdem ich mit Betaferon große Probleme hatte, wollte ich zu den Tabletten wechseln und außer das diese scheinbar gut wirken, haben diese auch noch nicht erwiesene Nebenwirkungen und außerdem meinte der Neurologe, dass ich gar nicht dafür in Frage komme, weil bei mir Verbesserungen und keine Verschlechterungen gebe. Meine letzte Chance wäre ein MRT mit einigen neuen Herden. Und beim Thema MRT hätte er gerne eines, weil seit den ersten Verbesserungen hat er noch keines bekommen…. haha. Ich krieg jetzt das andere Zeugs, Copaxone oder so und mit dem soll ich mich jeden Tag spritzen und entweder steht es den Hormonen nicht im Weg oder es hilft zusätzlich – keine Ahnung, auf jeden Fall ist es gut, obwohl ich mich dann jeden Tag spritzen muss. Mit einem Injektor kann ich mich trotzdem nicht anfreunden – Mistding!

Bis auf die Reaktion an der Einstichstelle, wie ein Wespenstich, bemerke ich im Augenblick noch keine Nebenwirkungen und das ist gut so, weil die Injektion ist viel angenehmer und ich habe dabei nicht das Gefühl, dass mir ein ganzer Tag gestohlen wird. Angeblich wirkt das auch genau so gut wie Betaferon. Auf die ersten Erfahrungen sogar besser aber wir werden sehen. Vielleicht reichen auch bald die Hormone alleine aber wenn es so bleibt, könnte ich sogar mit Copaxone leben. Mal sehen wie es weiter geht, bin jedenfalls schon wieder voller Tatendrang und das ist schon wieder ein gutes Zeichen. Na dann bis bald oder wenn ich mir wieder einmal die Zeit nehmen kann…

Auf ein Neues

Es ist schwierig sich immer wieder neue eloquente Titel auszudenken und deswegen beschränke ich es dieses Mal auf das Wesentliche. Also auf ein Neues!

Was gibt es denn Neues? Ich habe am Montag einen Termin beim Neurologen und werde von den Interferonen auf die viel gepriesenen Tabletten umsteigen. Mir ist es in diesem Fall gar nicht einmal darum zu spritzen, sondern eher um den logistischen Aufwand dahinter, den eine Betaferon Alternative wiederum mit sich bringt und diese setzt dann voraus, dass ich mich jeden Tag spritzen würde. Das wiederum bedeuten würde, immer dafür zu sorgen, das Medikament vorrätig zu haben, immer dafür zu sorgen das Medikament mitzunehmen und immer von der Zeit her zu planen, mich auch an diesem weiteren Tag spritzen zu können.

Nun gut, Diabetiker machen das auch und würde es keine Alternative geben, würde ich das sicherlich auch machen. Nun gibt es einige Alternativen, wenn diese vielleicht auch die gewagteste davon ist aber ich könnte noch einige andere Wege gehen und ehrlich gesagt, hänge ich auch gar nicht wirklich an Interferon. Überhaupt kommt mir das Medikament so vor, als wenn man nicht mehr weiß was man tun könnte, dann therapiert man den Patienten mit Interferon. Inzwischen habe ich auch von anderen gehört, dass sie mit einer schweren Krankheit mit Interferon therapiert werden und es ihnen dabei Interferon typisch schlecht geht. Okay, es gibt eine Alternative selbst wenn mein Neurologe nicht davon begeistert sein wird, ich werde es in diesem Fall ausprobieren. Von einer Monats- oder drei Monatspackung, wird man schon nicht gleich tot umfallen.

Ansonsten habe ich ein kleines, neues Notebook, nein kein Netbook, sondern ein richtiges Notebook. Schön daran ist, dass inzwischen sogar die Prozessoren im Notebooks schnell genug sind, um mit meiner Diktatsoftware zu arbeiten. Aber ehrlich gesagt, ich finde ich es sehr viel mehr spannender, mit dem Gerät zu arbeiten, surfen oder zu spielen.

Wenn sie mit dem Gedanken spielen sollten, sich auch eine Diktatsoftware zu kaufen, dann holen Sie sich am besten auch gleich ein neues Headset mit dazu. Denn das mitgelieferte von Dragon taugt nicht besonders viel und Sie ärgern sich wahrscheinlich mehr über die gescheiterten Versuche beim Diktieren, als darüber, dass sie nochmal ins Portmonee greifen müssen. Außerdem ist das günstigste Kabel gebundene Plantronics-Headset, mit Geräuschunterdrückung, immer noch wesentlich besser, als das mitgelieferte China-Pseudo-Headset. Also tun Sie sich selbst einen Gefallen und geben Sie bei Amazon nochmal 20 Euro aus. Sie werden sehen, mit den richtigen Headset macht diktieren auch richtig Spaß.

Vom diktieren wieder wegzukommen, meine Frau sich inzwischen zu 99 % sicher, dass es sich bei mir nun Hashimoto handelt und gar nicht um die Multiple Sklerose. So sicher bin ich mir aber noch nicht, die Schilddrüsen Medikamente bewirken zwar Wunder aber ich bin nicht ganz 100 %-tig sicher, ob da nicht noch etwas anderes ist. Aber vielleicht ist es auch etwas ganz etwas anders und Multiple Sklerose ist nur eine Form von Hashimoto. Jedenfalls ist die kleine, unbedeutende Schilddrüse scheinbar wichtiger als die meisten Ärzte annehmen.

Von dem abgesehen, ich war schon immer der Meinung, dass nichts in unserem Körper ohne tieferen Sinn existiert. Mal davon abgesehen, dass sie auf den Blinddarm inzwischen vielleicht verzichten könnten. Aber Scherz beiseite, mein Zustand verbessert sich weiter und wenn ich eine Schätzung abgeben müsste, dann würde ich sagen, es liegt zu 70 % an Hashimoto. Vielleicht hängt es nur an Hashimoto aber sich nur darauf zu verlassen wäre zumindest im Augenblick noch grobfahrlässig. Bevor ich wieder meine MS-Medikamente absetzen werde, möchte ich einen Zustand erreichen, mit dem ich es mir auch leisten kann einen Versuch zu wagen. Aus diesem Grund werde ich am Montag erst einmal ein ernstes Gespräch mit meinem Neurologen führen müssen. Wie es dann weitergeht werde ich ihn dann natürlich wieder schreiben.

Keinen Schub?

Nun habe ich wohl lange genug gewartet. Also gab es dieses Jahr keinen Schub. Wenn ich ehrlich bin, dann war die Sache mit den Schüben bei mir bisher auch schon sehr seltsam, immer im Frühjahr aber dass die Schübe ganz ausfallen macht die Sache noch seltsamer.

Kurz auf den Punkt gebracht, eigentlich habe ich jedes Jahr im Frühjahr einen Schub. An was das genau liegt kann ich nicht sagen vielleicht gibt es Pollen oder sonstigen Umwelteinflüsse. Jedenfalls habe ich immer im Frühjahr einen Schub. Und dieses Frühjahr hatte ich keinen. Möglicherweise liegt es daran, dass ich gegen Hashimoto behandelt werde oder es liegt daran, dass sich in den extremen Zeiten auch Allergietabletten genommen habe. Aber das sind die einzigen Einflüsse die ich mir vorstellen kann.

Gut wie eben schon angerissen, im Augenblick werde ich gegen Hashimoto behandelt. Es gibt zwar viele Ärzte, die der Meinung sind eigentlich habe ich gar kein Hashimoto aber es gibt auch durchaus Ärzte die der Meinung sind, es ist Hashimoto und im Hintergrund existiert eine latente Multiple Sklerose. Ehrlich gesagt, kann ich damit fast Leben. Seitdem ich gegen Hashimoto behandelt werde und das ist wirklich noch sehr zaghaft dosiert, also könnte es auch noch wesentlich besser werden, gibt es mir wesentlich besser und das bedeutet, “wesentlich” und nicht nur das wesentlich häufig genannt wird. Man sieht es nur optisch an und gefühlsmäßig würde ich jetzt sagen, manche Sachen sind besser als damals in der Therme und manche Sachen sind noch nicht so gut wie damals in der Therme. Aber wie der Neurologe meint, es ist in diesem Fall hauptsächlich Hashimoto und dann kommt die Multiple Sklerose, die eigentlich nur im Hintergrund existiert.

Was bedeutet das nun für mich? Es bedeutet hauptsächlich, dass ich auch gegen Hashimoto behandelt werde und dass sich weiterhin gegen MS behandelt werde. Allerdings bedeutet es auch für mich, dass ich mich jetzt von Betaferon trennen werde. Die Interferone sind wahrscheinlich im gesamten gesehen das kleinste nötige Übel aber dieses schadet mir auch eben mehr, als es mir bringt. Ich hoffe also, dass die Medikamente in Tablettenform ihr Versprechen halten und mir gut tun. Das heißt, dass keine schwerwiegenden Nebenwirkungen über die Jahre auftreten.

Eigentlich wars das auch schon, kurz zusammengefasst keinen Schub, nach den meisten Ärzten kein Hashimoto und ahhh, bevor ich es jetzt vergesse, unter der Hashimototherapie verlassen nicht die Zuckungen in meinen Beinen und alleine deswegen werde ich das auch weitermachen. Das unkontrollierte Zucken meiner Beine hat mich nämlich wahnsinnig gemacht und wenn es jetzt nicht mehr zuckt, dann ist es fast so gut wie ganz gesund zu sein.

Und noch einen zum Schluss, mein Neurologe meinte dass es erheblich besser geworden ist und das meinte er schon zum zweiten Mal. Nun kann man es so oder so sehen, entweder es ist nun Hashimoto oder MS ist Hashimoto. Jedenfalls sind die Symptome sowieso identisch. Denken Sie mal darüber nach…

Hashimoto oder was mir Dr. House alles gesagt hat

Wie ich bereits geschrieben habe, war ich bei uns bei einem Spezialisten. Nach meiner Hausärztin solle auch der beste Arzt für Diagnostik in der Umgebung sein. Wenn ich Dr. House sage ist das nur ein Synonym dafür.

Also habe ich einen Termin gemacht, der gar nicht so einfach zu bekommen war und habe mich wieder einmal untersuchen lassen. Natürlich wieder einmal mit Blutentnahme oder was denken Sie denn? Jedenfalls hatte ich Ärzte untypisch ein relativ langes Gespräch mit dem Arzt. Dieser hörte aufmerksam zu, stellte viele Fragen malte sogar Skizzen von meinem Stammbaum und der näheren Verwandtschaft. Als ich dann schließlich soweit war, dass sich die Praxis wieder verlassen konnte, meinte er zu mir, es wäre gut möglich, dass ich bis jetzt gar nicht richtig diagnostiziert wäre und ich im Prinzip möglicherweise gar keine Multiple Sklerose hätte.

Was soll ich zu dieser Nachricht sagen? Inzwischen habe ich so oft gehört, dass sich nur Multiple Sklerose hätte oder dass ich Multiple Sklerose und Hashimoto hätte, dass ich es inzwischen fast nicht akzeptieren kann, wenn mir jemand sagt, dass ich nur Hashimoto hätte. Selbst dann nicht, wenn er hier im Umkreis als Dr. House gilt.

Behandelt werde ich inzwischen mit Hormonen für die Schilddrüse und meine Frau, sogar meine Mutter sind der Meinung, dass es wohl Hashimoto wäre und sich jetzt eine erste Besserung einstellen würde. Vielleicht liegt es daran, dass ich bisher eine Gehirnwäsche bekommen habe und jeder den ich als medizinische Autorität anerkannt habe, mir bis jetzt gesagt hat, dass ich Multiple Sklerose hätte aber wegen einem vielleicht kann ich noch nicht mein Gefühl oder meine Einstellung zu dem ganzen ändern.

Jedenfalls macht alles zusammengefasst erst auf diese Weise Sinn. Es sind zu viele Details, so viele verschiedene Medikamente, Vitamine und Umstände, die sich positiv auf mein Zustand auswirken, dass ich von vielen schon nicht mehr ernst genommen wurde. Meine Frau war allerdings bei Dr. House dabei und diese bestätigte 99,9 % meiner Vermutungen und jedes Vitamin dass ich zu mir genommen habe, hat auch auf irgend eine Weise eine Auswirkung auf meine Schilddrüse. Nachdem ich mich noch nicht von dem Gedanken trennen kann, dass ich Multiple Sklerose habe, würde ich die Symptomverteilung auf 80 zu 20 % zu Gunsten von Hashimoto nehmen. Vielleicht wäre es auch nie aufgefallen, wenn ich kein Hashimoto bekommen hätte aber so habe ich Hashimoto und vielleicht eine Multiple Sklerose.

Dr. House wird allerdings alle Unterlagen durchgehen und die Diagnose des Krankenhauses noch einmal überprüfen und so kann ich am Ende dann sicher sein, dass wenn er mir sagt, es ist wirklich keine Multiple Sklerose, dass er damit auch recht hat. Was ich dann machen werde weiß ich noch nicht. Eigentlich müsste man das Krankenhaus verklagen, damit bei der nächsten Diagnose genauer hinsehen. Denn nur wenn es weh tut setzt auch ein Lernprozess ein.

Nachdem alles etwas länger dauert, einige Unterlagen an die Uniklinik geschickt werden und wahrscheinlich auch wieder zurück, meine bisherigen Diagnosen durchgesehen werden, wird es noch bis zum 2. März 2011 dauern, bis ich dann auch näheres weiß. Es wäre wirklich schön, wenn es nur Hashimoto wäre aber selbst mit einer Hashimoto und Multiple Sklerose wäre, könne man damit leben, wenn beides richtig behandelt wird. Was für die Diagnose Hashimoto sprechen würde ist der Umstand, das seit meiner Behandlung gegen Hashimoto eine stetige Verbesserung einsetzt hat. Sind sie auch gespannt was die Diagnose bringen wird? Vielleicht ist es auch nur Multiple Sklerose und diese Krankheit ist aber eine Schilddrüsenerkrankung?

Besser spät als nie

Damit ich auch einmal wieder etwas von mir hören lasse, vorab einfach einmal meine Entschuldigung. Ja, ich war wirklich krank und hatte nicht nur so ein Imundingens.

Nachdem ich eigentlich gar nicht viel schreiben möchte, gut dass ich das gleich vorab schreibe, meine Erkenntnisse zu Hashimoto und MS. Nach einigen Recherchen habe ich herausgefunden, dass man sehr wohl auch beides haben kann. Das liegt daran, dass die Interferone wie in Betaferon oder einigen anderen Medikamenten das Hashimoto auslösen oder verstärken können. Gut das war das negative vorab.

Wie ich schon immer gesagt habe, da ist noch irgendetwas anderes, die Medikamente beziehungsweise das Cortison haben bei mir gewirkt aber… aber Cortison wirkt durchaus auch bei Hashimoto oder einer Nebennierenschwäche… nicht fragen, einfach im Internet nachschlagen. Jedenfalls laufen diese Dinge auf etwas hinaus, dass eben die MS Symptomatik hat.

Wie es mir gerade geht? Eigentlich würde ich sagen ganz gut. Es lösen sich langsam langjährige Beschwerden auf und andere bleiben oder verbessern sich in einem nicht wahrnehmbaren Ausmaß. Wie es meine Schwester sagte, geschädigte Nerven bleiben geschädigt aber daran glaube ich nicht ganz. Ich habe schon einmal Gefühl zurück bekommen, wo ich schon jahrelang nichts mehr gespürt habe.

Nun gut, durch die Behandlung und ich bin mir noch nicht sicher, ob die Dosis ausreichend ist, geht es mir zunehmend besser. Zum einen musste ich mich auch schon beim Gang durch meine Wohnung festhalten aber es hat sich wirklich einiges getan.

Der Schwindel ist sozusagen weg und das ist schon mal nicht schlecht. RLS, Restless Legs ist auch “fast” weg. Warum jetzt nur fast? Ja, eigentlich ist es ganz weg aber ganz weit entfernt spüre ich etwas und ich kann nicht sagen ob ich nicht, wenn ich an diesem Gefühl arbeiten würde, nicht vielleicht doch wieder zu zucken anfangen würde? Wer weiß das schon und wer will das schon ausprobieren – wenn es schon mal nicht zuckt.

Aber es hat sich sogar etwas mehr getan, nicht nur dass ich auch ohne festhalten gehen kann ich habe sogar schon ausprobiert ob ich joggen kann. Und kann ich? Natürlich nicht, die Muskulatur gibt das gar nicht mehr her aber laufen könnte ich. Habt ihr das gerade genau gelesen? Laufen könnte ich?

Auf den Punkt gebracht, es ging durchaus aber eben doch nicht so lange, dass ich zum Joggen rausgehen könnte. Der Punkt ist aber dieser, MS kranke holen sich eher blaue Flecken als die Erkenntnis, dass es noch zu anstrengend für sie ist.

Habe ich nun MS oder Hashimoto? Ich weiß es nicht. Vielleicht beides oder vielleicht ist MS auch nur eine Version von Hashimoto. Nächste Woche werde ich zu meiner Ärztin gehen und mein Blut untersuchen lassen. Zum einen wieder die Standarduntersuchungen und zum anderen einige Vitamine testen lassen. Vielleicht hilft mir das dann noch genauer weiter. Über TRH mache ich mir gerade Gedanken, denn es soll auch bei MS wirken… vielleicht doch beides? Na wie dem auch sei, ich halte euch auf dem Laufenden. Jetzt wurde es wohl doch wieder mehr…

7. Tag nach dem Hashimoto Test

Heute ist der Tag vor dem nächsten Termin mit meinem Arzt. Wenn alles gut läuft hat er diese dubiose Krankheit entdeckt und dann sollte ich den Titel des Blogs auch noch ändern.

Dann ist es das Leben mit Hashimoto und nicht mit MS oder ist das sogar das Gleiche? Jedenfalls wurde ich auf Hashimoto noch nicht endgültig positiv getestet und die Befunde meiner Multiple Sklerose Untersuchungen sagen klar und deutlich MS. Da gibt es auch gar keine Zweifel.

Warum ich dann so auf Hashimoto beharre? Durch die Gabe von Hormonen zum Test veränderte sich mein Befinden erheblich zum besseren und manche Dinge wurden bereits nach dem ersten Test so gut wie nicht mehr seit Beginn meiner MS Diagnose.

Ob es nun Hashimoto habe oder vielleicht auch nicht, es liegt definitiv irgendwie an meiner Schilddrüse und den Hormonen. Wenn es kein Hashimoto ist, dann ist es eine Möglichkeit Multiple Sklerose zu Therapieren. Was aber unwahrscheinlicher wäre als das ich einfach nur Hashimoto hätte.

Einziger Haken an der Geschichte wäre, dass es auch noch mein Arzt finden muss und Hashimoto angeblich schwierig zu entdecken ist. Hoffentlich reicht dazu auch meine Reaktion auf die Hormone.

Beim Thema Hormone, scheinbar habe ich inzwischen den Höchststand erreicht und wenn ich nicht ein weiteres Mal Hormone bekommen werde, wird mein Zustand demnächst wohl wieder abbauen. Bleibt nur zu hoffen, dass ich zuerst neue Medikamente und eine Diagnose bekomme.

Wie ich mit Betaferon verfahre weiß ich noch gar nicht aber gleich absetzen kommt wohl nicht in Frage. Und beim Thema Betaferon fällt mir auch noch ein, dass ich dann wohl noch mit meinem Neurologen sprechen muss.

Ich weiß zwar nicht ob dieser Arzt nun schon auf Anhieb etwas findet aber ich werde morgen nach meiner Diagnose etwas darüber schreiben. Und vielleicht hat dann der Spuk bereits endgültig ein Ende.

5. Tag nach dem Hashimoto Test

Nicht das ich keine Lust mehr hätte aber das Wetter und einige andere Verpflichtungen halten mich vom Schreiben ab und so muss ich es auch auf das Notwendigste beschränken.

Zum Einen verbessern sich die fein motorischen Fähigkeiten im Gegensatz zu den grob motorischen Fähigkeiten, wie stehen oder gehen und eine Verbesserung der Sehkraft ist wenn, dann nur noch in feinsten Nuancen vorhanden. Die Ausdauer ist im Augenblick wieder rückläufig. Das sind jedoch alles Dinge mit denen ich schon gerechnet habe.

Die Hormone, die ich bekommen habe verschwinden wohl immer mehr aus meinem Körper und so ist es auch nur noch eine Frage der Zeit, bis ich wieder auf dem Stand von zuvor bin. Natürlich hoffe ich dabei, bevor ich wieder unten aufschlage, auch die richtigen Medikamente zu bekommen.

Bis Dienstag sollte mein Zustand jedenfalls stabil sein und ich noch genügend Zeit haben um eine Medikation verschrieben zu bekommen, ohne mich dabei auseinenderzubrechen. Gestern wurde ich übrigens auch zum ersten Mal in Bezug auf diesen Blog angerufen und das hätte ich mir eigentlich auch denken können, dass man auf einem MS Blog eher keine Kommentare schreibt. MS Kranke sind zwar nicht faul, tun sich aber mit dem Schreiben wesentlich schwerer als gesunde Menschen. Wie man aber sieht, geht es trotzdem und für die Eine oder Andere Zeile sollte die Kraft bei den Kommentaren ausreichen.

Jedenfalls hörte sich auch alles nach Schilddrüse an und zumindest untersuchen sollte man diese von einem Spezialisten lassen. Wo man einen Spezialisten findet? Am besten sieht man dazu ins Internet und hört auf Patienten Erfahrungen. Ein Hausarzt reicht übrigens nicht, da dieser nur Laborwerte grob auswertet und sich nicht überlegt wie man diese interpretieren kann.

Was es im Detail bedeutet Hashimoto zu haben, das habe ich mir noch gar nicht richtig überlegt und in diesem Fall warte ich wohl auch zuerst einmal auf den Arzt. Es ist wohl wie mit dem Teufel den Beelzebub austreiben aber möglicherweise fahre ich mit der Schilddrüsen Erkrankung besser. Wenn man sich das nur aussuchen könnte…

Soviel weiß ich aber inzwischen schon, es läuft auch alles auf den Neurologischen Ebene ab und man kann zumindest zu Beginn mit der Schilddrüse arbeiten. Später gibt es auch Probleme wie Schübe oder ähnliches. Jedenfalls ist es meiner Meinung nach nicht ganz so tragisch wie Multiple Sklerose, da man hier noch eine Verbesserung erreichen kann. So hoffe ich also, dass ich nicht zu lange die falsche Therapie hatte und das am Dienstag bereits der positive Befund feststeht.

Beim Thema gesund werden, auch mit Hashimoto wird man nicht gesund aber man kann wohl damit irgendwie zurecht kommen. Also bis morgen!

4. Tag nach dem Hashimoto Test

Um es heute kurz zu machen, die Nacht war anstrengend und die Arbeit ist viel. Nachdem über Deutschland etliche Orkane gezogen sind und auch mich vom schlafen abgehalten haben, muss ich mich doch auf die Fakten beschränken.

Ich glaube das die Hormone, beziehungsweise die Schilddrüse immer noch arbeiten und so geht es mir auch ständig etwas besser. Auch wenn die Steigerungen inzwischen nur noch marginal sind.

Inzwischen habe ich ehrlich gesagt auch etwas bammel, dass der Arzt nächste Woche mehr einen negativen Befund unterbreiten will. Wie es von einer Freundin beschrieben worden ist, so ist Hashimoto sehr schwer festzustellen und so könnte es auch gut sein, dass mir der Arzt nächste Woche sagt, leider haben wir nichts gefunden.

Jedenfalls stelle ich bei den kleinen Verbesserungen die ständig kommen auch fest, dass die großen Verbesserungen alleine durch die Gabe der Hormone geschehen sind. Nichts desto trotz bewege ich mich auf den Stand in der Therme zu und zu diesem Sprung ist es nicht mehr allzu weit hin.

Inzwischen habe ich jedenfalls etliche Gedanken darauf verschwendet, was ich alles sagen und tun könnte wenn der Befund wasserdicht ist. Ich mache noch nicht einmal einen Arzt einen Vorwurf daraus, diese spezielle Krankheit nicht entdeckt zu haben. Diese Krankheit ist doch mit dem was erwartet wird zu verwandt.

Ein berechtigter Grund für einen Vorwurf wäre aber dieser, dass ich jeden Arzt immer gesagt habe auf welche Vitamine ich reagiere und keiner sich nur die Zeit genommen hat um nur einen Gedanken darauf zu verschwenden. Es ist eben doch einfacher teuere Medikamente ohne Wert an jemanden zu verkaufen als diesen richtig zu therapieren. Das nennt sich dann Gesundheitsreform. Es wird leider an den falschen Stellen gespart.

2. Tag nach dem Hashimoto Test

Heute ist also bereits der zweite Tag nach dem Test und ich muss sagen, langsam arbeitet meine Schilddrüse wieder normal, beziehungsweise so schlecht wie ich sie kenne.

Allerdings muss ich auch sagen, ich verspüre an meinem Körper immer noch diverse Nebenwirkungen vom Schilddrüsen Medikament. Meine sensorischen und kognitiven Fähigkeiten sind um einiges besser geworden als im Normalfall und deswegen tippe ich auch darauf, dass es wenn auch es kein Hashimoto ist, trotzdem mit der Schilddrüse zu tun haben muss.

Nun ist natürlich nicht vollständig geklärt, ob es nicht an multipler Sklerose und Hashimoto liegt oder die Symptome von Hashimoto nur falsch interpretiert wurden. Die nächste Zeit wird in jedem Fall diesbezüglich sehr spannend für mich werden. Wenn es allerdings nur an der Schilddrüse liegen sollte, dann könnt ihr wirklich sicher sein, dass sich mindestens eine Kerze spenden werde und den Jakobsweg gehe, wenn sich das nur irgendwie einrichten lässt! Aber nur die kurze Strecke, das reicht schon…

MS und Kanabis