Ärzte wohin man kuken kann

Seitdem ich die Diagnose Multiple Sklerose habe, sehe ich mehr Ärzte als mir lieb ist. Zu Letzt war ich also beim Kernspin, Neurologen und zwischendurch brachte ich noch vier Zahnarzttermine unter und so braucht man sich nicht wundern, wenn ich nicht oft die Zeit zum schreiben gefunden habe.

Nun sind meine Zähne angeblich wieder in Ordnung, der Kernspin erledigt und der Neurologe hat seinen Senf dazu gegeben auch wenn dieser harmloser war als ich angenommen hatte. So wurde aus der Aussage des Professors von alles in Ordnung beim Neurologen ein fast Ok mit der Anweisung, ich solle doch zum Augenarzt um meine Sehschärfe und das Gesichtsfeld kontrollieren zu lassen.

Wenn wir beim Thema sind, habe ich eigentlich erwähnt, dass ich auch noch arbeite und nicht unbedingt nur Arztbesuche auf meiner Agenda stehen habe? Der Neurologe hat das knapp so formuliert, dass dieser Besuch nur 20 Minuten in Anspruch nehmen würde aber dabei kalkuliert er wohl weder die Zeit im Wartezimmer noch die Anfahrt zum Arzt mit ein. Am Ende werden es wohl wieder 2-3 Stunden sein, die ich lieber anders verplanen hätte, als bei irgendeinem Arzt zu sitzen.

Übrigens letztlich habe ich in der Apotheke die Paracetamol von Stada bekommen und auch wenn der Inhaltsstoff überall identisch sein soll, liegen mir die Pracetamol Tabletten von Stada scheinbar mehr im Magen als die von ratiopharm. Leider habe ich das viel zu spät gesehen um noch irgendetwas dagegen zu unternehmen und so habe ich jetzt haufenweise Stada Paracetamol. Die Vitamine nehme ich momentan nur als Vitamin B Komplex Forte von Hevert ein, scheinbar ist diese Kombination ausgewogen genug um in Verbindung mit einem herkömmlichen MS Medikament gute Ergebnisse zu erzielen.

Auf die erhebliche Verbesserung konnte mir aber weder der Neurologe noch der Professor beim Kernspin eine Erklärung geben aber auf die Aussage das ich bis zur Verfügbarkeit der Tabletten bei Betaferon bleiben würde, meinte der Neurologe, dass er spätestens in einem Jahr die Behandlung auf ein orales Medikament umstellen will. Sprich ab dann werde ich wesentlich weniger Nadeln sehen und das ist doch auch etwas.

Auf dem Weg der Besserung

Heute war es dann soweit und ich wurde also mit Vitamin B1 geimpft. Die 100 mg Dosis wirkt jedenfalls stärker als die vorherigen 10 mg des Kombipräperates. Scheinbar war der wirksame Bestandteil dran nur das Vitamin B1.

Ich bin heute auch wieder zu Fuß zum Arzt gegangen, bei meinem ersten Besuch beim Arzt entschied ich mich für das Auto, allein aus diesem Grund, weil ich mich nicht sicher war ob ich auch ankommen würde. Also bin ich die ersten beiden Male gefahren. Inzwischen fühle ich mich schon wesentlich besser als zuvor und außerdem schneite es genügend und so kam ich zum Entschluss zu Fuß zu gehen wäre doch eine angebrachte Alternative.

Wenn es nicht gegangen wäre, dann hätte ich für den Rückweg ein Taxi genommen. Jedenfalls hatte ich mir das vorgenommen. Der Hinweg war dann so, das erste Drittel ging ganz einfach, bis zur Mitte wurde es dann schwerer und spätestens das letzte Drittel war für mich richtig schwer.

Beim Arzt angekommen haben wir uns kurz für die Dosis und die weitere Vorgehensweise entschieden. Nachdem ich die 100 mg gespritzt bekommen habe, machte ich mich auf den Heimweg. Aber dieses Mal ohne Probleme. Scheinbar setzt eine Wirkung fast sofort ein.

Hauptsächlich wollte ich wegen meiner Augen und dem Doppelblick den Arzt aufzusuchen und dieser verbesserte sich bereits jetzt nach der ersten Dosis von 100 mg deutlich. Es wird noch einige Zeit brauchen aber ich nehme an, nach einigen Spritzen werde ich zumindest wieder richtig sehen köännen. Die Ausdauer sollte auch wieder zurückkehren, jedenfalls hoffe ich das noch zur Zeit.

Im Augenblick verbessert sich alles so schnell als ob ich Cortison bekommen würde und es entwickelt sich alles sehr gut. Sollte ich einen Schub bekommen, was durchaus auch im Bereich des Möglichen ist, verbessern die B-Vitamine nur mein Leben mit der Krankheit aber im Augenblick hoffe ich noch auf mehr. Wir werden sehen, wie das alles weitergehen wird.

Sanfte Verbesserungen

Es wird zwar alles aber auch sehr langsam besser. Ab Montag soll das dann mit einer Spritze 100 mg Vitamin B1 verbessert werden. Ich vertraue hier auf die Ärztin und glaube auch selbst daran. Es würde auch so besser werden aber die Zeit möchte ich mir ehrlich gesagt gar nicht nehmen, die letzten Wochen waren doch wie in einem Traum und genau so möchte ich es auch wieder haben.

Kleine Rückschläge müssen einfach hingenommen werden, solange diese nicht permanent sind, kann ich auch gut damit leben. Mit meiner Frau habe ich mich erst kürzlich darüber unterhalten ob das auch ein Schub sein könnte und ich bin der Meinung das es das nicht sein kann. Jedenfalls hätte ich zuvor noch nie so einen sanften und so schnell verblassenden gehabt aber man lernt nie aus, wenn das doch der Fall wäre.

Für den Fall das es doch ein Schub gewesen ist, beeinflussen die Vitamine alles derart positiv, dass man auch gut damit leben könnte. Mehr weiß ich dann, wenn ich die Spritze am Montag bekommen habe. Vielleicht spüre ich auch sofort eine merkliche Verbesserung, dann seid ihr die Ersten die es wissen werden.

Wenn man es genau wissen will

Die Grenze habe ich bereits gestern einmal geprüft und nachdem ich heute keine größeren Probleme damit hatte, bin ich auch ohne Probleme zum Geburtstag meiner Schwiegermutter gefahren.

Das ist natürlich zweideutig aber es gab in meinem Leben schon Tage, an denen ich nicht vor die Tür gehen wollte und das obwohl meine Schwiegermutter eine wirklich nette Dame ist. Für den Fall, dass ihr gerade etwas anderes gedacht habt.

Wir feierten mehrere Stunden ihren Geburtstag und am Schluss gingen wir noch spazieren. Keine Große Runde vielleicht nicht mal mehr einen Kilometer aber wer diese Krankheit hat, der weiß auch, dass nach der Feier nicht noch der Spaziergang sein müsste.

Wieder zu Hause wurden wir von den Katzen begrüßt und ich war wiederum froh, dass diese meine Ankunft überlebten ohne dass ich sie getreten habe. Nicht dass ich die Katzen absichtlich treten würde aber meine Koordination lässt durch die Multiple Sklerose bei Überlastung doch merklich nach.

Als ich dann am Schreibtisch saß, nahm ich 100 mg Vitamin B1 ein, ohne Schleichwerbung zu machen, die sind in diesem Fall von ratiopharm und diese kann man wunderbar in zwei Teile mit einem Tablettenteiler aus der Apotheke teilen. Im Augenblick teile ich mir eine 200 mg Tablette in eine Hälfte für morgens und eine für abends und vielleicht wären sogar drei Hälften am Tag sinnvoll aber im Augenblick versuche ich es mit der Tagesdosis von 200 mg.

Vielleicht würde es auch reichen, wenn die Dosis weiter gesenkt wird und es nur 3 Mal 50 mg wären aber ich werde das auch noch weiter ausprobieren. Jedenfalls ging es mir innerhalb von 15 bis 30 Minuten fast wieder so gut, wie zu dem Zeitpunkt, an dem wir das Haus verließen. Wenn nun irgend jemand auf die Idee kommt und mir erklären will, dass es sich hierbei um einen Placebo Effekt handeln muss, dann will ich kurz einmal erklären, was ich vorher beim Hausarzt gemacht habe.

Ich war also beim Hausarzt und habe nach einer intensiven Vitamin B1 Therapie, immer noch höhere Dosen gefordert, da ich gespürt hatte, dass sich hier etwas tut. Nachdem ich allerdings schon im Vorfeld einen B1 Komplex genommen hatte wurde zu Beginn auf einen Vitamin Test verzichtet.

Als ich aber dann immer mehr wollte und auf drei Mal pro Woche 200 mg spritzen war, da war es dann meiner Hausärztin nicht geheuer und diese bestand auf einen Blutspiegel Test. Getestet wurde Vitamin B1 und Vitamin B6 und nach intensiver B1 Kur und Vitamin B Komplex Forte von Hevert, die ich an den Tagen nahm, an denen ich nicht gespritzt wurde stellte sich heraus, dass ich einen erhöhten B6 Spiegel hatte und der B1 Spiegel nur minimal erhöht war. Dieser hätte aber nach dieser Kur wesentlich höher sein müssen. Eigentlich rechnete die Ärztin mit einem 20-fach höheren Wert als der, der sich schließlich im meinem Blut befand.

Nun einigten wir uns darauf, dass wir im Frühjahr wieder Vitamine spritzen und ich bei Bedarf zusätzliche Vitamine einnehme. Ist der Punkt, dass ich mit meiner Koordination Probleme habe und fast nicht mehr richtig laufen kann ein Bedarf? Wahrscheinlich schon aber ich nehme mir hier einmal vor, mit der Ärztin noch in diesem Jahr darüber zu sprechen und das genauer zu erläutern.

Um meine Leistungsfähigkeit weiter zu testen, ist es eine gute Idee, dass wir am Dienstag baden gehen wollen und die heißen Quellen und die Wasserrutschen erforschen wollen. Mal sehen was passiert, wenn dass dritte Mal in Folge meine Belastbarkeit geknackt wird aber ich werde bestimmt Vitamin B1 zum baden mitnehmen, damit ich das ggf. auch einnehmen kann. Wenn man es genau wissen will, ist das jedenfalls eine gute Vorgehensweise.

Demnächst werde ich auch noch über andere Vitamine schreiben die alle mehr oder weniger mit meiner Krankheit zu tun haben. Ganz sicher wie diese genau wirken oder welche Dosierungen zu verwenden sind, bin ich nicht aber ich bin daran das zu erforschen und werde das hier auch weiter dokumentieren.