Meine Meldung von der Hashimoto-Front

So gerne ich das jetzt auch diktiert hätte aber mein Programm und das Headset spielten irgendwie gar nicht mit, also muss ich es auf die herkömmliche Tour in mein Notebook klimpern.

Also auf den Punkt gebracht, mir ging es in der Zeit, wo ich mich nicht gemeldet habe nicht schlechter, sondern besser, um es genau zu formulieren, viel, viel besser. So gut, dass ich wieder sehr anspruchsvoll als Informatiker arbeite und genau aus diesem Punkt auch viel zu wenig Zeit zum schreiben habe, obwohl es eigentlich so viel zu schreiben gab.

Die wichtigste Frage, ist es nun Multiple Sklerose oder Hashimoto? Na das weiß ich doch nicht, wenn es meine Ärzte nicht wissen, woher soll ich es dann wissen? Vielleicht ist es ja einer dieser seltenen Hashimoto-Ableger. Hashimoto-Encephalitis oder es ist eine bisher unbekannte Form von Hashimoto. Ja da haben sie jetzt ganz richtig gehört. Aber ich habe doch die ganzen Untersuchungen zur Feststellung der Multiplen Sklerose gemacht… oder? Genau und ich unterstelle hiermit, das Multiple Sklerose eine Form von Hashimoto ist, möglicherweise eine noch unbekannte Form.

Inzwischen habe ich ein Atest von meiner Hausärztin, das besagt, dass ich Hashimoto habe und gegen Hashimoto behandelt werde und mein Neurologe ist sich nicht sicher was er von mir halten soll. Er räumt zwar Hashimoto ein aber nicht die bei mir zu sehenden Verbesserungen. Prima oder? Im September hab ich dann einen Termin beim Schilddrüsen Spezialisten, der mir gesagt hat, Hashimoto kann es nicht sein. Dazu kann ich nur sagen, das ist mir egal. Entweder kommt er damit klar, dass es hilft oder ich geh zu einem richtigen Spezialisten. Wenigstens erzählt mir der Neurologe nichts mehr von Placebo-Effekten, ist wohl doch zu offensichtlich.

Ganz von seiner Diagnose möchte er sich trotzdem nicht trennen, weil er noch glaubt, dass er im Recht ist. Wer weiß, vielleicht hat er auch Recht, auch wenn er inzwischen von einer stärkeren MS zu einer schwachen MS gewechselt ist. Schön das meine Hausärztin die Befunde mit mir durchspricht.

Nachdem ich mit Betaferon große Probleme hatte, wollte ich zu den Tabletten wechseln und außer das diese scheinbar gut wirken, haben diese auch noch nicht erwiesene Nebenwirkungen und außerdem meinte der Neurologe, dass ich gar nicht dafür in Frage komme, weil bei mir Verbesserungen und keine Verschlechterungen gebe. Meine letzte Chance wäre ein MRT mit einigen neuen Herden. Und beim Thema MRT hätte er gerne eines, weil seit den ersten Verbesserungen hat er noch keines bekommen…. haha. Ich krieg jetzt das andere Zeugs, Copaxone oder so und mit dem soll ich mich jeden Tag spritzen und entweder steht es den Hormonen nicht im Weg oder es hilft zusätzlich – keine Ahnung, auf jeden Fall ist es gut, obwohl ich mich dann jeden Tag spritzen muss. Mit einem Injektor kann ich mich trotzdem nicht anfreunden – Mistding!

Bis auf die Reaktion an der Einstichstelle, wie ein Wespenstich, bemerke ich im Augenblick noch keine Nebenwirkungen und das ist gut so, weil die Injektion ist viel angenehmer und ich habe dabei nicht das Gefühl, dass mir ein ganzer Tag gestohlen wird. Angeblich wirkt das auch genau so gut wie Betaferon. Auf die ersten Erfahrungen sogar besser aber wir werden sehen. Vielleicht reichen auch bald die Hormone alleine aber wenn es so bleibt, könnte ich sogar mit Copaxone leben. Mal sehen wie es weiter geht, bin jedenfalls schon wieder voller Tatendrang und das ist schon wieder ein gutes Zeichen. Na dann bis bald oder wenn ich mir wieder einmal die Zeit nehmen kann…

Keinen Schub?

Nun habe ich wohl lange genug gewartet. Also gab es dieses Jahr keinen Schub. Wenn ich ehrlich bin, dann war die Sache mit den Schüben bei mir bisher auch schon sehr seltsam, immer im Frühjahr aber dass die Schübe ganz ausfallen macht die Sache noch seltsamer.

Kurz auf den Punkt gebracht, eigentlich habe ich jedes Jahr im Frühjahr einen Schub. An was das genau liegt kann ich nicht sagen vielleicht gibt es Pollen oder sonstigen Umwelteinflüsse. Jedenfalls habe ich immer im Frühjahr einen Schub. Und dieses Frühjahr hatte ich keinen. Möglicherweise liegt es daran, dass ich gegen Hashimoto behandelt werde oder es liegt daran, dass sich in den extremen Zeiten auch Allergietabletten genommen habe. Aber das sind die einzigen Einflüsse die ich mir vorstellen kann.

Gut wie eben schon angerissen, im Augenblick werde ich gegen Hashimoto behandelt. Es gibt zwar viele Ärzte, die der Meinung sind eigentlich habe ich gar kein Hashimoto aber es gibt auch durchaus Ärzte die der Meinung sind, es ist Hashimoto und im Hintergrund existiert eine latente Multiple Sklerose. Ehrlich gesagt, kann ich damit fast Leben. Seitdem ich gegen Hashimoto behandelt werde und das ist wirklich noch sehr zaghaft dosiert, also könnte es auch noch wesentlich besser werden, gibt es mir wesentlich besser und das bedeutet, “wesentlich” und nicht nur das wesentlich häufig genannt wird. Man sieht es nur optisch an und gefühlsmäßig würde ich jetzt sagen, manche Sachen sind besser als damals in der Therme und manche Sachen sind noch nicht so gut wie damals in der Therme. Aber wie der Neurologe meint, es ist in diesem Fall hauptsächlich Hashimoto und dann kommt die Multiple Sklerose, die eigentlich nur im Hintergrund existiert.

Was bedeutet das nun für mich? Es bedeutet hauptsächlich, dass ich auch gegen Hashimoto behandelt werde und dass sich weiterhin gegen MS behandelt werde. Allerdings bedeutet es auch für mich, dass ich mich jetzt von Betaferon trennen werde. Die Interferone sind wahrscheinlich im gesamten gesehen das kleinste nötige Übel aber dieses schadet mir auch eben mehr, als es mir bringt. Ich hoffe also, dass die Medikamente in Tablettenform ihr Versprechen halten und mir gut tun. Das heißt, dass keine schwerwiegenden Nebenwirkungen über die Jahre auftreten.

Eigentlich wars das auch schon, kurz zusammengefasst keinen Schub, nach den meisten Ärzten kein Hashimoto und ahhh, bevor ich es jetzt vergesse, unter der Hashimototherapie verlassen nicht die Zuckungen in meinen Beinen und alleine deswegen werde ich das auch weitermachen. Das unkontrollierte Zucken meiner Beine hat mich nämlich wahnsinnig gemacht und wenn es jetzt nicht mehr zuckt, dann ist es fast so gut wie ganz gesund zu sein.

Und noch einen zum Schluss, mein Neurologe meinte dass es erheblich besser geworden ist und das meinte er schon zum zweiten Mal. Nun kann man es so oder so sehen, entweder es ist nun Hashimoto oder MS ist Hashimoto. Jedenfalls sind die Symptome sowieso identisch. Denken Sie mal darüber nach…

Hashimoto oder was mir Dr. House alles gesagt hat

Wie ich bereits geschrieben habe, war ich bei uns bei einem Spezialisten. Nach meiner Hausärztin solle auch der beste Arzt für Diagnostik in der Umgebung sein. Wenn ich Dr. House sage ist das nur ein Synonym dafür.

Also habe ich einen Termin gemacht, der gar nicht so einfach zu bekommen war und habe mich wieder einmal untersuchen lassen. Natürlich wieder einmal mit Blutentnahme oder was denken Sie denn? Jedenfalls hatte ich Ärzte untypisch ein relativ langes Gespräch mit dem Arzt. Dieser hörte aufmerksam zu, stellte viele Fragen malte sogar Skizzen von meinem Stammbaum und der näheren Verwandtschaft. Als ich dann schließlich soweit war, dass sich die Praxis wieder verlassen konnte, meinte er zu mir, es wäre gut möglich, dass ich bis jetzt gar nicht richtig diagnostiziert wäre und ich im Prinzip möglicherweise gar keine Multiple Sklerose hätte.

Was soll ich zu dieser Nachricht sagen? Inzwischen habe ich so oft gehört, dass sich nur Multiple Sklerose hätte oder dass ich Multiple Sklerose und Hashimoto hätte, dass ich es inzwischen fast nicht akzeptieren kann, wenn mir jemand sagt, dass ich nur Hashimoto hätte. Selbst dann nicht, wenn er hier im Umkreis als Dr. House gilt.

Behandelt werde ich inzwischen mit Hormonen für die Schilddrüse und meine Frau, sogar meine Mutter sind der Meinung, dass es wohl Hashimoto wäre und sich jetzt eine erste Besserung einstellen würde. Vielleicht liegt es daran, dass ich bisher eine Gehirnwäsche bekommen habe und jeder den ich als medizinische Autorität anerkannt habe, mir bis jetzt gesagt hat, dass ich Multiple Sklerose hätte aber wegen einem vielleicht kann ich noch nicht mein Gefühl oder meine Einstellung zu dem ganzen ändern.

Jedenfalls macht alles zusammengefasst erst auf diese Weise Sinn. Es sind zu viele Details, so viele verschiedene Medikamente, Vitamine und Umstände, die sich positiv auf mein Zustand auswirken, dass ich von vielen schon nicht mehr ernst genommen wurde. Meine Frau war allerdings bei Dr. House dabei und diese bestätigte 99,9 % meiner Vermutungen und jedes Vitamin dass ich zu mir genommen habe, hat auch auf irgend eine Weise eine Auswirkung auf meine Schilddrüse. Nachdem ich mich noch nicht von dem Gedanken trennen kann, dass ich Multiple Sklerose habe, würde ich die Symptomverteilung auf 80 zu 20 % zu Gunsten von Hashimoto nehmen. Vielleicht wäre es auch nie aufgefallen, wenn ich kein Hashimoto bekommen hätte aber so habe ich Hashimoto und vielleicht eine Multiple Sklerose.

Dr. House wird allerdings alle Unterlagen durchgehen und die Diagnose des Krankenhauses noch einmal überprüfen und so kann ich am Ende dann sicher sein, dass wenn er mir sagt, es ist wirklich keine Multiple Sklerose, dass er damit auch recht hat. Was ich dann machen werde weiß ich noch nicht. Eigentlich müsste man das Krankenhaus verklagen, damit bei der nächsten Diagnose genauer hinsehen. Denn nur wenn es weh tut setzt auch ein Lernprozess ein.

Nachdem alles etwas länger dauert, einige Unterlagen an die Uniklinik geschickt werden und wahrscheinlich auch wieder zurück, meine bisherigen Diagnosen durchgesehen werden, wird es noch bis zum 2. März 2011 dauern, bis ich dann auch näheres weiß. Es wäre wirklich schön, wenn es nur Hashimoto wäre aber selbst mit einer Hashimoto und Multiple Sklerose wäre, könne man damit leben, wenn beides richtig behandelt wird. Was für die Diagnose Hashimoto sprechen würde ist der Umstand, das seit meiner Behandlung gegen Hashimoto eine stetige Verbesserung einsetzt hat. Sind sie auch gespannt was die Diagnose bringen wird? Vielleicht ist es auch nur Multiple Sklerose und diese Krankheit ist aber eine Schilddrüsenerkrankung?

Von Wahrscheinlichkeit und Zufall

Als erstes möchte ich doch ins Feld führen, dass die Wahrscheinlichkeit zwei fast identische Krankheiten zu haben doch relativ gering ist und zum anderen dass ich wie immer unter Zeitdruck stehe.

Natürlich hat es mit dem Zeitdruck nur indirekt etwas mit diesem Artikel zu tun aber hätte ich nun doch mehr Zeit, könnte ich etwas ausführlicher und präziser über alles schreiben. Was gibt es also neues? Ich habe einen Termin bei einem Spezialisten, der sich um die Schilddrüse und andere innere Organe kümmern soll. Auch wenn mir dieser wärmstens empfohlen wurde, glaube ich doch dass hier ein Hashimoto-Spezialist effektiver gearbeitet hätte. Nun gut, lassen wir eben alles untersuchen, vielleicht gibt es eine weitere aber auch noch andere Krankheit.

Die meisten anderen Dinge wurden bereits ausgeschlossen und wer weiß, vielleicht hat er noch eine Idee? Meine Frau ist in diesem Bezug gerade richtig hibbelig. Sie hat angst, dass es etwas noch schlimmeres ist aber da bin ich schon fast ganz entspannt. Die schlimmsten Sachen wurden bereits ausgeschlossen und im aller schlimmsten Fall kommt der Arzt zur Erkenntnis – “Es ist MS”. Aber so…. so einfach ist es dann doch nicht. Ich schlage auf die Schilddrüsenmedikamente extrem positiv an. Sogar mein Neurologe, der sonst immer von “Einbildung” spricht, ist der Meinung, dass es eine derart drastische Verbesserung noch nie gegeben hätte seitdem er mich nun kennen würde. Aber er hätte die letzten beiden Jahre eine stetige Verbesserung gesehen, die er sich nicht erklären könne. Gut – aber es ist alles Einbildung gewesen?

Übrigens meinte er auch noch, dass Hashimoto bestimmt nur ein Nebenkriegsschauplatz ist. Das würde ich ihm vielleicht sogar glauben, wenn sich nicht alle meine Symptome auflösen würden. Sogar meine weißen Flecken auf den Nägeln verschwinden ganz. Sonst habe ich diese im Zusammenhang mit Vitaminen und Calcium im Griff gehabt aber nun nehme ich nur noch mein Schilddrüsen Medikament. Auf jeden Fall wirkt es dagegen und gegen das RLS. Erst gestern war ich nicht sicher die Hormone genommen zu haben und abends fing es wieder an zu zucken. Seltsamerweise nur auf der rechten Seite. Also probierte ich 25mkg Euthyrox aus um zu sehen ob sich überhaupt etwas tut.

Innerhalb von nur 5 Minuten war dann der Spuk vorbei und es fühlte sich an als ob an der Stelle, von der der Impuls ausging, ein kühlendes Alkoholpad liegen würde. Es war also schön kühl und ohne an ein zucken zu denken wurde ich am Abend auch ganz bald müde.

Das letzte was ich noch von den Vitaminen schreiben kann ist dies, ich bekam erst ein Vitamin D-Kombipräperat gespritzt. Die Wirkung war wirklich extrem interessant und wie bereits vorher, von der Schwägerin meiner Cousine angekündigt wurde, verbesserte sich nicht nur meine Laune sondern auch meine Ausdauer, meine Müdigkeit war weg und ich konnte wundersamerweise auch noch besser gehen. Soviel zu Vitamin D. Der Spiegel ist jedenfalls soweit im Keller, dass ich eine Spritze für 3 Monate im monatlichen Rhythmus bekomme. Wenigstens einmal die ersten Monate.

Wie gesagt um noch einmal auf die Überschrift zurückzukommen, es wäre ein großer Zufall, auch wenn es solche Zufälle geben soll und von der Wahrscheinlichkeit einmal abgesehen aber der Teufel ist ein Eichhörnchen. Wenn sie also Multiple Sklerose haben und ihre Beine Zucken, lassen sie ihre Schilddrüse checken oder sich von ihrem Hausarzt auf die Dosis von bis zu 75mkg Eytyrox heranführen, der sagt ihnen dann auch wenn es zuviel ist. Meist fängt ihr Herz zuerst an zu pochen. (Bei mir ist übrigens gar nichts, ich könnte wohl sogar noch auf 100mkg erhöhen oder noch höher?) Aber lassen sie sich dann damit nicht damit abspeisen, dass ihre Blutwerte dann in Ordnung wären. Mein Blut ist das auch aber das heißt noch gar nichts. Wenn sie dann nur zum Zucken aufhören, war es das dann wert aber ich glaube da steckt mehr dahinter und ich halte sie bestimmt auf dem Laufenden. Auch wenn ich keine oder nur sehr sporadisch dazu Zeit habe.

Hashimoto + Multiple Sklerose..?

Also zuerst einmal das Positive, meine Ärztin hat sich heute meine Schilddrüse genauer angesehen und wird aber aus manchen Positionen meiner Blutwerte nicht schlau.

Aber sie ist wirklich bemüht, weil sie auch festgestellt hat, dass meine Vermutungen fundiert sind. So hat sie heute auch die Schilddrüse und die Nebennieren genauer angesehen. Unter dem Strich bleibt also übrig, ja es ist sehr wahrscheinlich Hashimoto (>90%).

Warum ich trotz der relativ guten Nachrichten aber sehr abgefressen bin ist folgendes. Es kann neben Hashimoto auch zusätzlich eine MS sein. Das würde dann bedeuten, dass ich mein Problem nicht ausgeschaltet habe, sondern es einfach nur halbiert wurde.

Gut halbiert ist wohl der falsche Ansatz, denn ich gehe einmal davon aus, dass mein Krankheitsbild zu zwei Dritteln Hashimoto bedingt ist. Vielleicht liegt es ja auch nur an der Schilddrüse – wer weiß, und dann kann ich mich wieder ganz regenerieren. Aber doch gut das wir Cushing ausschließen konnten, was schlimmeres als MS muss dann doch nicht sein.

Jedenfalls war ich in der Therme – und das ohne Betaferon – und nur mit Vitaminen – und bis zu einem bestimmten Punkt ging es mir wirklich hervorragend. Meiner Meinung nach ist es wirklich keine große Sache, die aber große Auswirkungen hat. Sollte es nicht nur Hashimoto sein, werde ich jedenfalls dran bleiben und möglicherweise auch etwas finden. Das mit TRH war viel versprechend und L-Thyrosin (L-Thyroxin) wirkt ebenso gut. Was sich wiederum alles auf die Schilddrüse auswirkt – also doch Hashimoto oder etwa doch nicht..?

Besser spät als nie

Damit ich auch einmal wieder etwas von mir hören lasse, vorab einfach einmal meine Entschuldigung. Ja, ich war wirklich krank und hatte nicht nur so ein Imundingens.

Nachdem ich eigentlich gar nicht viel schreiben möchte, gut dass ich das gleich vorab schreibe, meine Erkenntnisse zu Hashimoto und MS. Nach einigen Recherchen habe ich herausgefunden, dass man sehr wohl auch beides haben kann. Das liegt daran, dass die Interferone wie in Betaferon oder einigen anderen Medikamenten das Hashimoto auslösen oder verstärken können. Gut das war das negative vorab.

Wie ich schon immer gesagt habe, da ist noch irgendetwas anderes, die Medikamente beziehungsweise das Cortison haben bei mir gewirkt aber… aber Cortison wirkt durchaus auch bei Hashimoto oder einer Nebennierenschwäche… nicht fragen, einfach im Internet nachschlagen. Jedenfalls laufen diese Dinge auf etwas hinaus, dass eben die MS Symptomatik hat.

Wie es mir gerade geht? Eigentlich würde ich sagen ganz gut. Es lösen sich langsam langjährige Beschwerden auf und andere bleiben oder verbessern sich in einem nicht wahrnehmbaren Ausmaß. Wie es meine Schwester sagte, geschädigte Nerven bleiben geschädigt aber daran glaube ich nicht ganz. Ich habe schon einmal Gefühl zurück bekommen, wo ich schon jahrelang nichts mehr gespürt habe.

Nun gut, durch die Behandlung und ich bin mir noch nicht sicher, ob die Dosis ausreichend ist, geht es mir zunehmend besser. Zum einen musste ich mich auch schon beim Gang durch meine Wohnung festhalten aber es hat sich wirklich einiges getan.

Der Schwindel ist sozusagen weg und das ist schon mal nicht schlecht. RLS, Restless Legs ist auch “fast” weg. Warum jetzt nur fast? Ja, eigentlich ist es ganz weg aber ganz weit entfernt spüre ich etwas und ich kann nicht sagen ob ich nicht, wenn ich an diesem Gefühl arbeiten würde, nicht vielleicht doch wieder zu zucken anfangen würde? Wer weiß das schon und wer will das schon ausprobieren – wenn es schon mal nicht zuckt.

Aber es hat sich sogar etwas mehr getan, nicht nur dass ich auch ohne festhalten gehen kann ich habe sogar schon ausprobiert ob ich joggen kann. Und kann ich? Natürlich nicht, die Muskulatur gibt das gar nicht mehr her aber laufen könnte ich. Habt ihr das gerade genau gelesen? Laufen könnte ich?

Auf den Punkt gebracht, es ging durchaus aber eben doch nicht so lange, dass ich zum Joggen rausgehen könnte. Der Punkt ist aber dieser, MS kranke holen sich eher blaue Flecken als die Erkenntnis, dass es noch zu anstrengend für sie ist.

Habe ich nun MS oder Hashimoto? Ich weiß es nicht. Vielleicht beides oder vielleicht ist MS auch nur eine Version von Hashimoto. Nächste Woche werde ich zu meiner Ärztin gehen und mein Blut untersuchen lassen. Zum einen wieder die Standarduntersuchungen und zum anderen einige Vitamine testen lassen. Vielleicht hilft mir das dann noch genauer weiter. Über TRH mache ich mir gerade Gedanken, denn es soll auch bei MS wirken… vielleicht doch beides? Na wie dem auch sei, ich halte euch auf dem Laufenden. Jetzt wurde es wohl doch wieder mehr…

Hashimoto vs. Multiple Sklerose oder beides?

Richtig schlau geworden bin ich, in Bezug auf meine Krankheit, noch nicht aber ich reagiere stark auf Schilddrüsenmedikamente. Wie stark? Sehr stark!

So gut, dass ich vor kurzem in New York war und am Black-Friday 9 Stunden lang geshopt habe und sogar die ganzen Sehenswürdigkeiten gesehen habe. Natürlich nicht alle auf einmal aber es waren einige richtig harte Tage dabei. So hart, dass ich in der Nacht von Montag auf Dienstag einen Schub hatte. Einen Schub?

Ja einen Schub und für das Erste konnte ich nicht mehr gehen oder auch nur stehen. Prima dachte ich mir noch und sah mich bereits im Krankenhaus bei der Infusion. Aus reiner Verzweiflung nahm ich dann zwei Mal soviel Schilddrüsenmedikamente, also Euthyrox von Merck ein. Nach einer Nacht in der ich fast mehr wach war, als geschlafen zu haben, wurde ich schließlich am Morgen ganz wach und dachte mir noch alles fühlt sich so viel kontrollierter an. Mit dem Gedanken das ich vielleicht aufstehen könnte versuchte ich dann mein Glück.

Und scheinbar hat es das Wunder gegeben. Denn wenn auch etwas wacklig, bin ich doch aufgestanden, konnte stehen und gehen. An diesem Tag machten wir allerdings weniger und am nächsten Tag legten wir gänzlich eine wetterbedingte Pause ein. Das Nasenspray wirkt übrigens immer noch, allerdings nicht direkt sondern wohl eher in der Form eines Spiegels. Also wenn man viel vorhat sollte man es bereits am Vortag einnehmen. Direkt einnehmen und mehr Energie erwarten funktioniert nicht.

Zurück zum Schub, diesen hatte ich wohl überwunden aber eine astreine Erkältung dafür bekommen. Das ist auch nicht schön aber wenigstens eine normale Krankheit. Inzwischen, weil ich auch meine Grippe bekämpfen wollte, war ich auch noch bei meiner Ärztin. Die wollte mir zuerst meinen Schub als Grippesymptome verkaufen. Beim näheren hinsehen verstand sie aber, dass es sich ausschließlich um neurologische Symptomen handelte und gestand mir ein, dass sie nicht verstehen würde was bei mir gerade geschieht.

Schützenhilfe gab es dabei vom Apotheker. Mit diesem hatte ich kürzlich Hashimoto durchgesprochen und der hat sich ausführlich in Multiple Sklerose und Hashimoto eingelesen und gab dabei auch zu, dass es eigentlich keinen Unterschied geben würde. Vielleicht. Vielleicht sind sie aber auch nur marginal oder je nach Ausprägung nicht oder kaum feststellbar oder vielleicht habe ich auch nur beides. Vielleicht.

Meiner Ärztin sagte ich dann noch, dass ich nach der Erkältung schließlich die Dosis wieder zurückfahren möchte. In diesem Fall riet sie mir aber davon ab. Ich solle bei der Dosis bleiben und mich schließlich kontrollieren lassen. Gut also bleibe ich bei der Dosis.

Mein Gehen und die Bewegungen sind schon erheblich kontrollierter aber müssen auch noch besser werden. Die Taubheit verschwindet immer mehr aus meinem Körper. Liegt das an der Schilddrüse? Ich hoffe es einmal.

Während mein Vitaminappetit langsam abnimmt und übrigens auch eine gesunde Farbe in mein Gesicht kommt, spricht meine Frau schon von der Zeit, wenn ich wieder gesund bin. Wow, von der Zeit, wenn ich wieder gesund bin. Das klingt mir aber soweit vorgegriffen, dass ich daran noch gar nicht glauben mag. Jedenfalls habe ich in New York soviel erlebt, dass es wohl sogar jemanden ohne Handycap schwer gefallen wäre.

Am Ende habe ich noch einen Tipp für Euch. Während sich natürlich jeder Kranke gegen einen Rollstuhl wehrt, ist er beim Fliegen eine wahre Erleichterung. Kein Stehen, kein Warten und schwubs durch den Zoll. Den Komfort werde ich ab jetzt in jedem Flieger in Anspruch nehmen. Alleine aus dem Grund, dass sich meine Frau dann nicht totschleppen muss. Übrigens lassen sich bevorzugt Frauen mit zu engen Schuhen im Rollstuhl fahren.

Stochastik beschreibt die Wahrscheinlichkeit und wie wahrscheinlich habe ich jetzt zwei sozusagen identische Krankheiten in meinem Körper..? Schubfolgen hatte ich übrigens so gut wie keine und bin jetzt bis auf meine Erkältung ausgesprochen fit. Krank war ich übrigens zum letzten Mal vor 10 Jahren.

Restless Legs – Restlos weg(s)

Bevor ich keine Zeit habe, wollte ich noch kurz meine aktuellen Erfahrungen zur Schilddrüse und anderen Krankheiten schreiben.

Man verzeiht mir bestimmt das Wortspiel in der Überschrift aber es ist ganz bestimmt ganz lustig, so dachte ich mir das gerade eben. TRS ist wirklich das nervigste an dieser Krankheit gewesen und obwohl der SD-Doktor eigentlich keinen richtigen Anhaltspunkt für Hashimoto feststellen konnte, fand er dennoch einige andere Symptome die er therapieren wollte. Wie bereits geschrieben kann man diese Krankheit schwer feststellen.

So habe ich nun ein Hormon-Nasenspray und Tabletten, die ich jeden Tag einnehmen muss. Kurz um, meine Hotspots, die vom Neurologen als Spasmen und von mir nun als TRS definiert wurden, sind schon fast ganz verschwunden und auch wenn er es mir vielleicht nicht einräumt, ist meine jetzige Therapie erfolgreicher als die MS-Therapieversuche bisher.

Und was man allen Ärzten einschärfen sollte, nicht jeder ist nur ein Opfer, das sich nur nicht mir der Diagnose abfinden kann. Möglicherweise habe ich wirklich Multiple Sklerose aber mein Hauptproblem liegt an einer anderen Stelle und wenn die Ärzte kooperativer sind, kann man dem Problem auch auf den Grund gehen. Gut das ich privat versichert bin und mit einer guten Versicherung auch etwas mehr Möglichkeiten habe. Ich rate jedem Multiple Sklerose Patienten zum Schilddrüsen Spezialisten zu gehen.

7. Tag nach dem Hashimoto Test

Heute ist der Tag vor dem nächsten Termin mit meinem Arzt. Wenn alles gut läuft hat er diese dubiose Krankheit entdeckt und dann sollte ich den Titel des Blogs auch noch ändern.

Dann ist es das Leben mit Hashimoto und nicht mit MS oder ist das sogar das Gleiche? Jedenfalls wurde ich auf Hashimoto noch nicht endgültig positiv getestet und die Befunde meiner Multiple Sklerose Untersuchungen sagen klar und deutlich MS. Da gibt es auch gar keine Zweifel.

Warum ich dann so auf Hashimoto beharre? Durch die Gabe von Hormonen zum Test veränderte sich mein Befinden erheblich zum besseren und manche Dinge wurden bereits nach dem ersten Test so gut wie nicht mehr seit Beginn meiner MS Diagnose.

Ob es nun Hashimoto habe oder vielleicht auch nicht, es liegt definitiv irgendwie an meiner Schilddrüse und den Hormonen. Wenn es kein Hashimoto ist, dann ist es eine Möglichkeit Multiple Sklerose zu Therapieren. Was aber unwahrscheinlicher wäre als das ich einfach nur Hashimoto hätte.

Einziger Haken an der Geschichte wäre, dass es auch noch mein Arzt finden muss und Hashimoto angeblich schwierig zu entdecken ist. Hoffentlich reicht dazu auch meine Reaktion auf die Hormone.

Beim Thema Hormone, scheinbar habe ich inzwischen den Höchststand erreicht und wenn ich nicht ein weiteres Mal Hormone bekommen werde, wird mein Zustand demnächst wohl wieder abbauen. Bleibt nur zu hoffen, dass ich zuerst neue Medikamente und eine Diagnose bekomme.

Wie ich mit Betaferon verfahre weiß ich noch gar nicht aber gleich absetzen kommt wohl nicht in Frage. Und beim Thema Betaferon fällt mir auch noch ein, dass ich dann wohl noch mit meinem Neurologen sprechen muss.

Ich weiß zwar nicht ob dieser Arzt nun schon auf Anhieb etwas findet aber ich werde morgen nach meiner Diagnose etwas darüber schreiben. Und vielleicht hat dann der Spuk bereits endgültig ein Ende.

6. Tag nach dem Hashimoto Test

Heute gab es unplanmäßig einen Serverausfall und aus diesem Grund auch nur das notwendigste, wie ich es eben versprochen habe.

Die grobmotorischen-Fähigkeiten lassen weiter nach, nur die feinmotorischen-Fähigkeiten steigern sich immer noch. Es ist zwar noch lange nicht gut aber wenn es so weiter geht, dann ist es bald wieder wie vor meiner Krankheit. Hoffentlich steigern sich die grobmotorischen-Fähigkeiten mit Hormonen oder welchen Präparaten auch immer noch weiter.

Die Wirkung der Hormone dauert im Augenblick also bereits fast eine Woche an und das mit nur einer Testdosis um Werte der Schilddrüse abzulesen. Hoffentlich bekomme ich dann bald die richtigen Medikamente und dann ist alles wieder gut. Am Dienstag ist mein nächster Termin mit dem Schilddrüsendoc und obwohl mir dieser nicht ausdrücklich als Spezialist empfohlen worden ist, habe ich doch Hoffnung dass er gleich auf Anhieb Hashimoto erkennt.