Von Wahrscheinlichkeit und Zufall

Als erstes möchte ich doch ins Feld führen, dass die Wahrscheinlichkeit zwei fast identische Krankheiten zu haben doch relativ gering ist und zum anderen dass ich wie immer unter Zeitdruck stehe.

Natürlich hat es mit dem Zeitdruck nur indirekt etwas mit diesem Artikel zu tun aber hätte ich nun doch mehr Zeit, könnte ich etwas ausführlicher und präziser über alles schreiben. Was gibt es also neues? Ich habe einen Termin bei einem Spezialisten, der sich um die Schilddrüse und andere innere Organe kümmern soll. Auch wenn mir dieser wärmstens empfohlen wurde, glaube ich doch dass hier ein Hashimoto-Spezialist effektiver gearbeitet hätte. Nun gut, lassen wir eben alles untersuchen, vielleicht gibt es eine weitere aber auch noch andere Krankheit.

Die meisten anderen Dinge wurden bereits ausgeschlossen und wer weiß, vielleicht hat er noch eine Idee? Meine Frau ist in diesem Bezug gerade richtig hibbelig. Sie hat angst, dass es etwas noch schlimmeres ist aber da bin ich schon fast ganz entspannt. Die schlimmsten Sachen wurden bereits ausgeschlossen und im aller schlimmsten Fall kommt der Arzt zur Erkenntnis – “Es ist MS”. Aber so…. so einfach ist es dann doch nicht. Ich schlage auf die Schilddrüsenmedikamente extrem positiv an. Sogar mein Neurologe, der sonst immer von “Einbildung” spricht, ist der Meinung, dass es eine derart drastische Verbesserung noch nie gegeben hätte seitdem er mich nun kennen würde. Aber er hätte die letzten beiden Jahre eine stetige Verbesserung gesehen, die er sich nicht erklären könne. Gut – aber es ist alles Einbildung gewesen?

Übrigens meinte er auch noch, dass Hashimoto bestimmt nur ein Nebenkriegsschauplatz ist. Das würde ich ihm vielleicht sogar glauben, wenn sich nicht alle meine Symptome auflösen würden. Sogar meine weißen Flecken auf den Nägeln verschwinden ganz. Sonst habe ich diese im Zusammenhang mit Vitaminen und Calcium im Griff gehabt aber nun nehme ich nur noch mein Schilddrüsen Medikament. Auf jeden Fall wirkt es dagegen und gegen das RLS. Erst gestern war ich nicht sicher die Hormone genommen zu haben und abends fing es wieder an zu zucken. Seltsamerweise nur auf der rechten Seite. Also probierte ich 25mkg Euthyrox aus um zu sehen ob sich überhaupt etwas tut.

Innerhalb von nur 5 Minuten war dann der Spuk vorbei und es fühlte sich an als ob an der Stelle, von der der Impuls ausging, ein kühlendes Alkoholpad liegen würde. Es war also schön kühl und ohne an ein zucken zu denken wurde ich am Abend auch ganz bald müde.

Das letzte was ich noch von den Vitaminen schreiben kann ist dies, ich bekam erst ein Vitamin D-Kombipräperat gespritzt. Die Wirkung war wirklich extrem interessant und wie bereits vorher, von der Schwägerin meiner Cousine angekündigt wurde, verbesserte sich nicht nur meine Laune sondern auch meine Ausdauer, meine Müdigkeit war weg und ich konnte wundersamerweise auch noch besser gehen. Soviel zu Vitamin D. Der Spiegel ist jedenfalls soweit im Keller, dass ich eine Spritze für 3 Monate im monatlichen Rhythmus bekomme. Wenigstens einmal die ersten Monate.

Wie gesagt um noch einmal auf die Überschrift zurückzukommen, es wäre ein großer Zufall, auch wenn es solche Zufälle geben soll und von der Wahrscheinlichkeit einmal abgesehen aber der Teufel ist ein Eichhörnchen. Wenn sie also Multiple Sklerose haben und ihre Beine Zucken, lassen sie ihre Schilddrüse checken oder sich von ihrem Hausarzt auf die Dosis von bis zu 75mkg Eytyrox heranführen, der sagt ihnen dann auch wenn es zuviel ist. Meist fängt ihr Herz zuerst an zu pochen. (Bei mir ist übrigens gar nichts, ich könnte wohl sogar noch auf 100mkg erhöhen oder noch höher?) Aber lassen sie sich dann damit nicht damit abspeisen, dass ihre Blutwerte dann in Ordnung wären. Mein Blut ist das auch aber das heißt noch gar nichts. Wenn sie dann nur zum Zucken aufhören, war es das dann wert aber ich glaube da steckt mehr dahinter und ich halte sie bestimmt auf dem Laufenden. Auch wenn ich keine oder nur sehr sporadisch dazu Zeit habe.

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